Zu schnell und alkoholisiert in Baustelle gerast: 29-Jähriger durchbricht Absperrung und prallt gegen BetonteilAKTUALISIERT
Fahrer und Mitfahrer schwer verletzt – Suche nach weiterem mutmaßlich schwer verletzten Mitfahrer mit Hunden und Hubschrauber. Nachtrag: Der Vermisste ist wieder aufgetaucht.
Der 29-jährige auswärtige Mann fuhr auf der B20 von der Engedey kommend in Richtung Bischofswiesen. An der Baustelle an der Abzweigung in die Stanggaß direkt nach der Umgehungsbrücke packte er aufgrund zu hoher Geschwindigkeit die starke Linkskurve nicht, kam nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach die Absperrung und prallte frontal gegen ein Betonteil der Baustelle, wobei der Mann und ein Mitfahrer schwer verletzt wurden; von einem weiteren, mutmaßlich schwer verletzten Mitfahrer fehlt noch immer jede Spur, da er die Unfallstelle noch vor Eintreffen der ersten Rettungskräfte verlassen hatte. Ein durchgeführter Alkoholtest beim Fahrer verlief positiv.
Die Leitstelle Traunstein schickte das Rote Kreuz mit drei Rettungswagen aus Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing, den Notärzten aus Bad Reichenhall und Berchtesgaden und dem Einsatzleiter Rettungsdienst zum Unfallort. Die Ärzte und Sanitäter versorgten die beiden schwer Verletzten und brachten sie dann ins Salzburger Unfallkrankenhaus.
Aufgrund der Spurenlage dürfte sich der verschwundene zweite Mitfahrer laut Polizei ebenfalls schwer verletzt haben. Die Feuerwehr Bischofswiesen sicherte die Unfallstelle ab, leuchtete den Einsatzort aus, stellte den Brandschutz sicher und suchte nach dem Vermissten. Die groß angelegte Suchaktion führten Hundeführer von Polizei und BRK-Rettungshundestaffel und die Besatzung eines Polizeihubschraubers fort. Am Fahrzeug entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 9.000 Euro, an der Baustelleneinrichtung in Höhe von rund 1.000 Euro.
Nachtrag
Am Sonntagmittag, gegen 12.45 Uhr wurde der Rettungsdienst zu einer Adresse in Bischofswiesen gerufen. Wie sich herausstellte, war es die dritte Person, die als Mitfahrer im Fahrzeug war. Dieser hatte sich, anscheinend unter Schock stehend von der Unfallstelle zu Fuß entfernt und trotz einer schwerwiegenden Oberschenkelverletzung war er bis nach Hause gelaufen und hatte sich schlafen gelegt. Gegen Mittag wurden die Schmerzen dann zu groß und es wurde durch Angehörige der Rettungsdienst und ein Notarzt gerufen. Durch den Rettungsdienst kam der Verletzte in ein Krankenhaus.
Alle Suchmaßnahmen wurden zwischenzeitlich beendet.


