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Bildungsreihe Grenzenlos Nachhaltigkeit lernen: Die Schätze des Herbstes

Ausgerüstet mit Schaufel und Spaten machte sich eine kräuterinteressierte Gruppe mit der Biologin Barbara Fuchshuber-Draxl von der Biosphärenregion Berchtesgadener Land in Anger auf die Suche nach Heilpflanzen und Wildfrüchten.

Ausgerüstet mit Schaufel und Spaten machte sich eine kräuterinteressierte Gruppe mit der Biologin Barbara Fuchshuber-Draxl von der Biosphärenregion Berchtesgadener Land in Anger auf die Suche nach Heilpflanzen und Wildfrüchten. Schon nach wenigen Metern stießen die TeilnehmerInnen auf eine imposante Engelwurz. Die heilkräftige Wurzel der Engelwurz wurde den Menschen in Zeiten großer Not, so sagt die Legende, von einem Engel gezeigt. Tatsächlich beinhaltet die Wurzel starke antibiotische Inhaltsstoffe und wirkt wahre Wunder bei Darmgrippe und Magenverstimmungen.

Auch die Wurzel der Großen Klette konnte unter Mithilfe der TeilnehmerInnen ausgegraben werden. Diese wird hauptsächlich äußerlich als Absud oder als Öl bei empfindlicher Kopfhaut und schlecht heilenden Wunden eingesetzt. Traditionell werden im Herbst nicht nur die Wurzeln verschiedener Pflanzen ausgegraben, sondern auch Wildfrüchte geerntet.

Sehr zu Verwunderung einiger Teilnehmerinnen wurden im Zuge der Veranstaltung auch die Früchte der Eberesche verkostet. In kleinen Mengen sind die rohen Früchte essbar und beinhalten viel Vitamin C. Achtung, es sollten keine großen Mengen roh verzehrt werden, da diese sonst stark abführend wirken und zu Magenschmerzen führen können. Der Geschmack der Eberesche ist außerdem sehr bitter und „hantig“, sodass in rohem Zustand wohl kaum jemand mehr als 2-3 Beeren freiwillig essen würde. Hingegen sind die Beeren zu Mus oder Marmelade verkocht sehr bekömmlich und eine köstliche Bereicherung. Am Weg fanden sich außerdem noch Hunds-Rosen mit ihren Vitamin C reichen Hagebutten.

Leider ist ein Rückgang an artenreichen Hecken mit Weißdorn, Schlehe, Hunds-Rose, Wild-Zwetschge und weiteren Stauden erkennbar. Diese essbaren Wildfrüchte sind heutzutage nur noch dünn gesät. Sehr zur Freude aller entdeckte eine Teilnehmerin eine Schlehe, deren nach dem Frost geernteten blauen Früchte ein wunderbares Hausmittel bei Entzündungen in Hals und Rachen sind und sich allgemein stärkend auf das Immunsystem auswirken.

Die nächste Veranstaltung der Reihe „Grenzenlos Nachhaltigkeit Lernen“ findet am Freitag, 12.10.2018 mit dem Titel „Im Herbstwald – mit Schnitzwerkstatt für Räubertöchter und Söhne“ in Marzoll statt.

red/Pressemitteilung Biosphärenregion BGL
Bild © Biosphärenregion BGL
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