Der junge Fahrer überholte am Ende der 30er-Zone, erwischte den Randstein und schleuderte dann gegen eine Litfaßsäule. Ein Mitfahrer verstarb noch an der Unfallstelle.
Nachtrag: BRK-Bericht
2. Nachtrag: Polizeibericht
Am frühen Nachmittag, gegen 14.10 Uhr, hat sich in Bad Reichenhall ein schwerer Verkehrsunfall ereignet.
Ein Pkw, besetzt mit vier jungen Männern, fuhr auf der Salzburger Straße in Richtung Norden, Salzburg. Das Fahrzeug überholte in der 30er-Zone einen anderen Pkw, blieb dabei offensichtlich am linken Randstein hängen und schleuderte gegen eine Beton-Litfaßsäule. Ein Mitfahrer auf der Rücksitzbank verstarb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer und zwei weitere Insassen waren ansprechbar, erlitten schwere Verletzung und wurden in ein Krankenhaus eingeliefert.
Zur Klärung der Unfallursache wurde durch die Staatsanwaltschaft Traunstein ein Gutachten in Auftrag gegeben und die Sicherstellung des Unfallwagens angeordnet. Die Salzburger Straße bleibt bis zum Abschluss der Unfallaufnahme gesperrt. Die Feuerwehr Bad Reichenhall ist mit ca. 30 Mann im Einsatz.
Weitere Angaben zu den beteiligten Personen sind derzeit nicht möglich. Es wird nachberichtet.
Am Montagnachmittag hat sich gegen 14.10 Uhr in der Salzburger Straße ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein Mensch ums Leben kam und drei weitere nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes schwer verletzt wurden. Ein Peugeot 206 mit vier Insassen war laut Polizei ortsauswärts in Richtung Landratsamt unterwegs und überholte in der 30-er Zone ein anderes Auto, wobei der Fahrer offensichtlich am linken Randstein hängen blieb und auf Höhe der Bushaltestelle mit großer Wucht gegen eine Beton-Litfaßsäule prallte, die komplett zerstört wurde. Ersthelfer meldeten über Notruf, dass insgesamt drei Beteiligte eingeklemmt seien.
Die Leitstelle Traunstein schickte sofort die Freiwillige Feuerwehr Bad Reichenhall samt Löschzug Marzoll mit 35 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen und ein Großaufgebot des Roten Kreuzes zum Unfallort, darunter vier Rettungswagen, den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“, vier Notärzte und die Sanitätseinsatzleitung mit Unterstützungsgruppe. Die Notärzte und Notfallsanitäter versorgten die vier Verletzten, wobei ein Mitfahrer auf der Rücksitzbank trotz intensiver Wiederbelebungsversuche noch vor Ort verstarb. „Christoph 14“ flog einen schwer Verletzten zum Klinikum Traunstein; zwei weitere schwer Verletzte wurden per Rettungswagen zum Salzburger Landeskrankenhaus und zur Kreisklinik Bad Reichenhall gefahren. Der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter führten die Arbeiten als Sanitätseinsatzleitung.
Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab, stellte den Brandschutz sicher und unterstützte das Rote Kreuz bei der Patientenrettung, wobei entgegen erster Meldungen niemand im Kleinwagen eingeklemmt war. Der nachgeforderte Kriseninterventionsdienst (KID) der BRK-Bereitschaften organisierte die Betreuung der Betroffenen. Beamte der Reichenhaller Polizei ermitteln derzeit den genauen Unfallhergang, wobei die Staatsanwaltschaft Traunstein auch einen Gutachter beauftragte und den Peugeot sicherstellen ließ. Während der Rettungsarbeiten und für das Gutachten musste die Salzburger Straße zeitweise komplett gesperrt werden.
Wie die bisherigen Ermittlungen ergaben wurde der Pkw Kleinwagen von einem 19-jährigen Reichenhaller auf der Salzburger Straße stadtauswärts gelenkt. Mit im Fahrzeug befanden sich ein weiterer 19-Jähriger und zwei 17-jährige junge Männer, alle aus dem Landkreis BGL.
Nach ersten Zeugenangaben war der 19-Jährige mit überhöhter Geschwindigkeit durch die dortige Zone 30 gefahren, hatte auf Höhe des Friedhofs einen Pkw überholt und war beim Wiedereinscheren nach rechts ins Schleudern gekommen. Der Pkw kam daraufhin nach links von der Fahrbahn ab und prallte mit der Fahrerseite gegen eine Litfaßsäule.
Der 19-jährige Mitfahrer, der hinten links saß, direkt an der Einschlagstelle, verstarb noch an der Unfallstelle. Die übrigen drei Insassen wurden mit leichten bis mittelschweren Verletzungen in drei umliegende Krankenhäuser eingeliefert. An dem 20 Jahre alten Pkw entstand wirtschaftlicher Totalschaden von 1.000 Euro. Die Litfaßsäule wurde komplett zerstört. An der Unfallstelle waren gerade keine Schulkinder oder andere Fußgänger unterwegs.
Ein Unfallsachverständiger war im Auftrag der Staatsanwaltschaft an der Unfallstelle zur Erstellung eines technischen und unfallanalytischen Gutachtens. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Verdachts der Fahrlässigen Tötung und Körperverletzung sowie Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Offenbar hatte die überhöhte Geschwindigkeit in Zusammenhang mit mangelndem Fahrkönnen zu dem Unfall geführt.
Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit starken Kräften an der Einsatzstelle. Die Salzburger Straße war bis zum Abschluss der Unfallaufnahmearbeiten durch die Polizei und den Sachverständigen bis 17.00 Uhr gesperrt.
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