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Schneefälle sorgen für stundenlanges Verkehrschaos auf der AutobahnAKTUALISIERT

Zahlreiche Lkw und Pkw blieben am Angerer Berg hängen. Einige Pkw-Fahrer versuchten dann die Rettungsgasse zu nutzen und machten dadurch noch mehr Probleme. Die Polizei musste die Autobahn am Abend ab Piding sperren und den Verkehr bis in die Nacht über Bundesstraßen umleiten. Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort um die im Stau stehenden Personen zu versorgen. Nachtrag: BRK-Bericht

Polizeibericht


Starke Schneefälle im Landkreis Berchtesgadener Land führten in den Abendstunden des 28.12.2017 zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der BAB A 8.

Gegen 17.30 Uhr blieben mehrere Fahrzeuge auf Höhe Anger in Fahrtrichtung München wegen der Schneefahrbahn liegen. Neben Lkw blieben auch ausländische Pkw mit Sommerbereifung am Beginn der Steigungsstrecke am sog. Angerer Berg hängen. Schnell baute sich ein Stau auf, der bis zum Knoten Salzburg zurück reichte.
Da der Schneefall anhielt und mit einer Entschärfung der Situation nicht gerechnet werden konnte, wurde eine Koordinierungsgruppe, bestehend aus Vertretern von Landratsamt, Feuerwehr, THW, Autobahnmeisterei, BRK und Polizei, aufgerufen.

Mit starkem Personaleinsatz versuchte die Autobahnmeisterei die Steigungsstrecke schnee- und eisfrei zu bekommen. Versuche, den Verkehr wieder in Gang zu bringen, scheiterten mehrfach an quer stehenden Lkw. Ab 21.00 Uhr musste letztlich der gesamte Verkehr bei der AS Piding ausgeleitet werden. Dies führte auf der Umleitungsstrecke zwischen Freilassing und Traunstein (B 304) zu Verkehrsbehinderungen. Auch im Umfeld der AS Piding kam es immer wieder auf Nebenstrecken zu Verkehrsstörungen durch von Navigationssystemen fehlgeleitete Fahrzeuglenker.

Immer wieder gelang es zumindest den Verkehr auf der BAB für Pkw frei zu geben. Nachdem jedoch im Stauabschnitt von ca. 5 km Länge kein Räumdienst eingesetzt werden konnte, blieben weiter Pkw und Lkw beim Anfahren hängen. Besonders ungeduldige Autofahrer versuchten über die zunächst sehr gut gebildete Rettungsgasse nach vorne zu gelangen. Letztlich wurde so der Einsatz von Hilfskräften wieder erschwert und die Gesamtsituation erheblich verschlechtert.

Nachdem sich um 23.00 Uhr immer noch keine wesentliche Entspannung der Situation abzeichnete, wurde die SEG des BRK zur Betreuung der im Stau Wartenden angefordert. Die Feuerwehr hatte vorsorglich Reservekanister mit Kraftstoff vorbereitet - konkrete Anforderungen von Fahrern lagen aber nicht vor.

Gegen 01.30 Uhr entspannte sich die Situation und der Verkehr begann wieder zu fließen. Nachdem die Autobahnmeisterei die Fahrbahn geräumt und gestreut hatte, konnte die Ausleitung bei Piding wieder aufgehoben werden.

Insgesamt waren mehrere Polizeistreifen, 30 Feuerwehrkräfte aus Piding, Marzoll und Anger, 13 Angehörige des THW Ortsverbandes Berchtesgadener Land, sowie 6 Schneepflüge der Autobahnmeisterei im Einsatz.

BRK-Bericht


Starke Schneefälle haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag den Verkehr auf der A8 zwischen Bad Reichenhall und Siegsdorf zum Erliegen gebracht. Unter anderem kümmerten sich die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaften bis 2.30 Uhr um die Verpflegung der Einsatzkräfte mit Tee und Snacks und verteilten an einzelne eingeschlossene Autofahrer Decken und warme Getränke. Sie mussten auch eine 20-jährige Frau mit einer schmerzhaften Knieverletzung aus dem Stau auf der Autobahn zur Ausfahrt Anger bringen und in die Kreisklinik Bad Reichenhall einliefern. Sie war nach einem Skiunfall in Schladming privat auf dem Weg ins Heimatkrankenhaus und kam dann nicht mehr weiter.

Gegen 17.30 Uhr blieben mehrere Fahrzeuge auf Höhe Anger in Fahrtrichtung München wegen der Schneefahrbahn liegen. Neben Lkws blieben auch ausländische Pkws mit Sommerbereifung am Beginn der Steigungsstrecke am Angerer Berg hängen. Schnell baute sich ein Stau auf, der bis zum Knoten Salzburg zurückreichte. Da der Schneefall anhielt und mit einer Entschärfung der Situation nicht gerechnet werden konnte, wurde eine Koordinierungsgruppe, bestehend aus Vertretern von Landratsamt, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Autobahnmeisterei, Rotem Kreuz und Polizei einberufen, die sich bei der Polizeiinspektion Fahndung in Urwies traf.

Mit starkem Personaleinsatz versuchte die Autobahnmeisterei, die Steigungsstrecke schnee- und eisfrei zu bekommen. Versuche, den Verkehr wieder in Gang zu bringen, scheiterten mehrfach an querstehenden Lkws. Ab 21Uhr musste letztlich der gesamte Verkehr bei der Ausfahrt Piding ausgeleitet werden. Dies führte auf der Umleitungsstrecke zwischen Freilassing und Traunstein (B304) zu Verkehrsbehinderungen. Auch im Umfeld der Ausfahrt Piding kam es immer wieder auf Nebenstrecken zu Verkehrsstörungen durch von Navigationssystemen fehlgeleitete Fahrzeuglenker. Immer wieder gelang es zumindest den Verkehr auf der A8 für Pkw freizugeben. Nachdem jedoch im rund fünf Kilometer langen Stauabschnitt kein Räumdienst eingesetzt werden konnte, blieben weiter Pkw und Lkw beim Anfahren hängen. Besonders ungeduldige Autofahrer versuchten über die zunächst sehr gut gebildete Rettungsgasse nach vorne zu gelangen. Letztlich wurde so der Einsatz von Hilfskräften wieder erschwert und die Gesamtsituation erheblich verschlechtert.

Nachdem sich um 23 Uhr immer noch keine wesentliche Entspannung der Situation abzeichnete, wurden die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der BRK-Bereitschaften zur Betreuung und Verpflegung der im Stau Wartenden aufgefordert. Die Feuerwehr hatte vorsorglich Reservekanister mit Kraftstoff vorbereitet - konkrete Anforderungen von Fahrern lagen aber nicht vor. Gegen 1.30 Uhr entspannte sich die Situation, und der Verkehr begann wieder zu fließen. Nachdem die Autobahnmeisterei die Fahrbahn geräumt und gestreut hatte, konnte die Ausleitung bei Piding wieder aufgehoben werden.

Insgesamt waren mehrere Polizeistreifen, 30 Feuerwehrkräfte aus Piding, Marzoll und Anger, 13 Angehörige des THW Ortsverbandes Berchtesgadener Land, 20 Rotkreuzler aus Bad Reichenhall und Ainring sowie sechs Schneepflüge der Autobahnmeisterei im Einsatz. Die Führung des Fachdienstes „Information und Kommunikation“ mit ihrem Einsatzleitwagen und die BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall standen auf Abruf bereit und der Betreuungsdienst bereitete mit dem Feldkochherd heißen Tee zu.

red/Pressemitteilungen VPI Traunstein, BRK BGL
Bilder © BRK BGL
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