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300 Polizisten der Bundespolizei für Freilassing

Interimsunterkunft für Bundespolizeiinspektion Freilassing an der Westendstraße bald bezugsfertig. Weiterhin Suche nach einem festen Standort.

Freilassing ist dank seiner hervorragenden Verkehrsanbindungen an zwei Bundesstraßen, der nahegelegenen Autobahn, als Bahnknotenpunkt und als Grenzstadt sicherlich bester Standort für eine Bundespolizeiinspektion. Bisher war Freilassing nur ein Revier der Bundespolizei mit Dienstort in Bad Reichenhall. Seit rund zehn Jahren bemühte sich die Stadt Freilassing, die Bundespolizei auch örtlich nach Freilassing zu holen – bis vor Kurzem jedoch mit wenig Erfolg. „Ich sehe in jedem Schlechten aber auch etwas Gutes“ so Erster Bürgermeister Josef Flatscher, der sich selbst immer wieder für eine Ansiedlung der Bundespolizei in Freilassing stark machte. „Sicherlich hat die Flüchtlingssituation 2015 die Aufwertung des Reviers Freilassing zu einer vollen Inspektion beschleunigt“ stellt Flatscher fest. Die Anwesenheit von künftig 300 Beamten stärken das Sicherheitsgefühl der Bürger und bringen Arbeitsplätze nach Freilassing.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ist derzeit auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück für die endgültige Unterbringung der Bundespolizei in Freilassing. Neben der Größe des Grundstücks spielt auch seine einsatztaktische Lage eine große Rolle bei der Auswahl.

Damit die Einrichtung der Inspektion aber nicht lange auf sich warten lassen muss, agiert im Moment ein siebenköpfiger Aufbaustaub in Rosenheim, der sich u.a. um die Personal-, Infra- und Verwaltungsstruktur kümmert. Derzeit wird eine Interimsunterkunft an der Westendstraße neben der Lokwelt aufgebaut. Das Gebäude wird in einer Modulbauweise errichtet, alle Leitungen und Kabel sind durch Steck- oder Schraubvorrichtungen miteinander verbunden und können ohne Probleme wieder voneinander gelöst werden. Die Module könnten so nach ihrer Nutzung als Interimslösung auch im Gebäudekomplex am endgültigen Standort wieder Verwendung finden.

Bürgermeister Josef Flatscher und der Chef der Bundespolizeiinspektion Freilassing, Polizeidirektor Edgar Dommermuth, besuchten die zukünftige Arbeitsstätte der Polizei. Ab der zweiten Jahreshälfte sollen hier die ersten Beamten übergangsweise ihrer Polizeiarbeit nachgehen. „Das ist enorm, was die ausführende Baufirma hier leistet!“ lobt Edgar Dommermuth, als er die baulichen Fortschritte seit seinem letzten Besuch vor zwei Wochen sieht. Dommermuth, der die Pläne der Anlage im Kopf hat, führte Bürgermeister Flatscher durch die Räumlichkeiten. Mannschaftsräume, Waffenkammer und Gewahrsams-Bereiche sind bereits deutlich erkennbar. Im Gebäude selbst merkt man nicht, dass es sich um Module und keine massive Bauweise handelt. Lichtdurchflutet und modern zeigen sich die Räume. „Bis das Gebäude bezugsfertig ist werden trotzdem noch einige Wochen vergehen“ stellt der Polizeidirektor fest.

Edgar Dommermuth freut sich aber bereits jetzt schon auf seinen neuen Arbeitsplatz und die neuen dienstlichen Herausforderungen. An seiner vorherigen Arbeitsstätte, dem Flughafen München, gebe es ganz andere Aufgaben und Schwerpunkte als in Freilassing. „In München war Luftsicherheit ein großes Thema. In Freilassing, also direkt an der Landgrenze, steht die Bewältigung der Migrationslage im Rahmen der grenzpolizeilichen Aufgaben im Vordergrund. Dabei ist die Vernetzung und Zusammenarbeit mit der Landespolizei besonders wichtig“ so der Polizeidirektor. Die neue Bundespolizeiinspektion Freilassing wird einsatztechnisch für die Landkreise Berchtesgadener Land, Traunstein, Mühldorf und Altötting verantwortlich sein.

red/Pressemitteilung Stadt Freilassing
Bilder © Stadt Freilassing
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