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Rentner durch betrügerische Anrufe um 1.000€ betrogen

Ein Generalstaatsanwalt hätte angeblich die Kontosperrung des Mannes wegen einer nicht bezahlten ausländischen Rechnung angeordnet. Nach mehreren manipulativen Anrufen der Betrüger schickte der 72-Jährige 1.000€ per Western Union in die Türkei.

Am Mittwoch, 24.05.2017, erstattete ein 72 Jahre alter Rentner aus Ainring bei der Polizeiinspektion Freilassing Strafanzeige.

Der Ainringer wurde um 1.000 € betrogen. Angefangen hatte die Betrügerei am Montag vergangener Woche. An diesem Tag erhielt er einen Anruf von einer angeblichen Mitarbeiterin von der Rechtsabteilung der Sparkasse, weil ein Antrag auf Kontosperrung vorliegen würde und er den Generalstaatsanwalt in München anrufen und einen Antrag auf außergerichtliche Klärung des Falles stellen soll. Die Telefonnummer des ebenfalls angeblichen Generalstaatsanwaltes wurde dem Rentner von der Dame auch mitgeteilt und er rief an.

Von dem angerufenen Herrn wurde ihm mitgeteilt, dass eine türkische Firma gegen ihn Anzeige erstattet hat und er die Summe von 4.000 € zu zahlen habe. Aber der angebliche Generalstaatsanwalt sagte zu dem Ainringer, dass er sich für ihn einsetzen würde und rief einige Zeit zurück. Nun waren für den Ainringer „nur“ noch 1.000 € zu bezahlen, wenn er gleich bezahlt.
Im weiteren Verlauf wurde gegenüber dem Ainringer Rentner telefonisch Druck aufgebaut.
Als sich dann auch noch ein angeblicher Polizeibeamter der Polizeiinspektion Freilassing bei ihm telefonisch meldete und ihm sagte, dass gegen ihn eine Anzeige wegen Falschaussage läuft und er den Generalstaatsanwalt anrufen soll, war der Mann durch die Betrüger weichgekocht. Der Ainringer rief die Nummer des angeblichen Generalstaatsanwaltes an und von diesem wurden ihm alle Details für die Durchführung der Überweisung mitgeteilt. In der Folge überwies der Ainringer 1.000 € mit Westernunion in die Türkei.

Nach dem Geldtransfer erhielt der Ainringer wieder einen Anruf, mit dem Inhalt, dass er nun, wenn die Angelegenheit geregelt sei, er die Chance auf 88.000 € Gewinn habe er aber seine Kontonummer mitteilen müsse, um diesen überweisen zu können.
Dies tat der Ainringer nicht. Aber ihm wurde nun bewusst, dass er betrogen worden ist.
Ob der Ainringer sein Geld jemals wiederbekommen wird, kann nicht mit Sicherheit bejaht werden.

Erste Ermittlungen der Polizeiinspektion Freilassing ergaben, dass die Nummer des angeblichen Generalstaatsanwaltes unter falschen Personalien erstellt wurde und die Anrufe über das Internet erfolgten.

Hinter dieser Betrugsmasche dürfte eine hochprofessionelle Struktur stehen, welche es durch psychologisch geschulte und im Ton überzeugende Anrufer immer wieder schafft arglose Menschen zu überzeugen Geldbeträge zu überweisen. Die Polizeiinspektion Freilassing kann nur immer wieder vor allen möglichen Arten des Betruges warnen, denn Betrüger wollen nur Ihr „Bestes“ - Ihr Geld!

Die Polizei rät:
Seien Sie äußerst vorsichtig und misstrauisch, wenn es telefonisch um Geld geht, welches sie bezahlen sollen oder gewonnen haben.
Teilen Sie keine persönlichen Daten wie Kontonummer, Bankverbindung mit.

Informieren Sie sich im Internet unter www.polizeiberatung.de oder www.polizei.bayern.de oder Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.

red/Pressemitteilung Polizei Freilassing

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