Im Zuge der geplanten Generalsanierung und Erweiterung des Landratsamts-Dienstgebäudes in Bad Reichenhall ist beabsichtigt, die rund 230 Mitarbeiter während der rund 20 Monate dauernden Bauzeit auszulagern. Die Entscheidung soll nun im Mai fallen.
Bisher wurde davon ausgegangen, dass die Landratsamts-Mitarbeiter vorübergehend in einem Bürogebäude im Freilassinger Industriegebiet untergebracht werden. Im Zuge der Detailplanung der Interimslösung hat sich jedoch herausgestellt, dass zur Nutzung dieses Bürogebäudes erhebliche Investitionen in die Stromversorgung und in die EDV-Anbindung getätigt werden müssten.
Im Vergleich zu üblichen EDV-Verfahren einer Firma kommen im Landratsamt zahlreiche unterschiedliche EDV-Fachverfahren und Programme zur Anwendung, deren Einrichtung bei einer Auslagerung nach Freilassing Ausgaben von über einer halben Million Euro erfordern würden. Insbesondere wären neue Datenleitungen vom Rechenzentrum in Bad Reichenhall nach Freilassing notwendig. Weitere Ertüchtigungen und Umbauten, die für Zwecke des Landratsamtsbetriebs erforderlich sind (z. B. Brandschutzmaßnahmen, Einbau einer Fluchttreppe), führen zu weiteren Kosten, die zunächst nicht in dieser Größenordnung absehbar waren.
In der heutigen Kreistagssitzung wurde deshalb beschlossen, aus Kostengründen vom Interimsstandort Freilassing Abstand zu nehmen. Dies geschieht im Übrigen im Einvernehmen mit dem Eigentümer des Bürogebäudes.
Wohin das Landratsamt während der Umbauphase tatsächlich ausgelagert wird, entscheidet der Kreistag in seiner Sitzung am 5. Mai im Zusammenhang mit der Beschlussfassung über die Umbaumaßnahme.
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