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Informationsabend der Stadtwerke zum Glasfaserausbau

Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner sowie der Vorstand der Stadtwerke Jörg Schmitt luden alle interessierten Bürger zu einer Informationsveranstaltung in die Marzoller Trachtenhütte ein.

In einem Vortrag erzählte der Vorstand Herr Schmitt einem vollbesetzten Raum über das Unternehmen und den derzeitigen Ausbau. Die Stadtwerke investieren etwa 3 Millionen Euro in den Glasfaserausbau in Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain, der komplett selbst finanziert wird. Große Kostenfaktoren sind dabei vor allem die Tiefbauarbeiten, die Kopfstelle (=Einspeisung) für etwa 150.000€ für das Fernsehangebot und der Serverraum "Surver-Raum" im Keller der Stadtwerke. Soweit vorhanden und möglich wurden bereits bestehende Leerrohre verwendet.

Technisch wurden die verschiedenen bisherigen und neuen Anschlussmöglichkeiten ADSL = Telefonleitung, FTTC = bis zum Kabelverteiler, FTTB = ins Gebäude, FTTH = in die Wohnung, erklärt. Weiter gab es Informationen zu den Kabelverzweigern, wovon 84 im Stadt- und Gemeindegebiet existieren und 75 ausbaufähig sind. Davon hat sich die Stadtwerke 64 (85%) in der Vectoring-Liste gesichert, die Telekom reservierte sich anschließend sofort die verbliebenen. FTTC wird derzeit von der Stadtwerke ausgebaut, FTTB/H ist das geplante Ziel und vereinzelt auch schon gelegt. Besonders bei Sanierungen an schon vorhandenen Versorgungsleitungen können Glasfasern direkt mitgelegt werden.

Zum schnellen Anschluss ans Internet ließ sich die Stadtwerke außerdem an eine bestehende Fernleitung an der Autobahn über die Asfinag direkt an ein Rechenzentrum in Salzburg verbinden.

Eine Vorführung der neuen Technik gab es auch direkt, da extra für die Veranstaltung eine Glasfaser ins Gebäude, das nicht über einen Telefonanschluss verfügt, gelegt wurde. Nach dem Vortrag konnten die Bürger ihre zahlreichen Fragen stellen, wobei besonderes Interesse dem Hausanschluss und der verfügbaren oder benötigten Geschwindigkeit galt.

Anschließend gab es noch eine Vorführung der Bauarbeiten. Erst wurde gezeigt wie die leeren Glasfaserrohre vorbereitet und geprüft werden. Die Besucher konnten dabei das Rohr in die Hand nehmen und den durchrasenden Suchsender fühlen. Danach folgte der Einzug des eigentlichen Glasfaserkabels in das Rohr.

Daneben gab es eine Demonstration wie die einzelnen haardünnen Glasfasern miteinander verschmolzen "verspleißt" werden. Dazu müssen die Fasern abisoliert, speziell absolut gerade abgeschnitten, und in die Maschine eingelegt werden. Daraufhin wird sie mit einem Schrumpfschlauch stabilisiert und dicht gemacht.

red
Bilder red
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