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Ein Geschenk der Natur: Biosphärenobstbäume Pflanzaktion in Kooperation von Biosphärenregion, Bauernverband und Landratsamt

Obst ist nicht nur gesund. Wachsen die Obstbäume auf einer Wiese, dann bieten sie Duft- und Geschmackserlebnis, spenden Schatten und sind Heimat für eine Vielzahl an heimischen Tieren. Ein Dorf, an dessen Ortsrand Obstbaumwiesen stehen, wirkt einladend und erholsam. Allerdings ist ein Obstanger auch mit meist mühsamer Handarbeit verbunden, weshalb in den letzten Jahrzehnten eine Vielzahl der traditionellen und prägenden Landschaftselemente verschwunden ist.

Damit in der UNESCO-Biosphärenregion Berchtesgadener Land die Kulturlandschaft lebendig und vielfältig bleibt und sich Obstbaumwiesen wieder verbreiten bzw. deren Fortbestand langfristig gesichert ist, soll nun eine Pflanzaktion zur Neuanlage und Auffrischung von Obstbaumwiesen führen.

Diejenigen, die geeignete Flächen für mindestens fünf Obstbäume haben, bekommen diese mitsamt dem notwendigen Material kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Dank einer staatlichen Förderung können die Kosten vom Trägerverein der Biosphärenregion übernommen werden. Landrat Georg Grabner und Dr. Peter Loreth, der Leiter der Biosphärenregion, freuen sich gemeinsam über die Vielfalt an traditionellen, auch regionalen Obstsorten. die in der Zukunft wieder im Berchtesgadener Land wachsen kann. Auf Vorschlag von Anton Kern, dem Kreisobmann des Bauernverbands, hat man das Obstbaumprojekt gemeinsam geboren. Äpfel, Birnen, Zwetschgen, aber auch Kirschen oder Walnüsse können gepflanzt werden. Neben den Hochstamm-Obstbäumen wird auch das notwendige Material, vom Bindematerial über Baumpfähle bis hin zu Wühlmauskörben und Wild-Schutzmanschetten, bereitgestellt. Für die Pflanzarbeit und die spätere Pflege der Biosphärenobstbäume sind die Antragsteller zuständig.

Voraussetzung für eine Pflanzung ist eine geeignete Wiese, auf der mindestens fünf Bäume genug Platz haben, und das Einverständnis des Eigentümers. Offene Flächen im Außenbereich oder alte Obstanger sind am besten geeignet. Ausgleichflächen können nicht zu Biosphärenobstwiesen werden. Interessenten können sich an Markus Putzhammer, den Kreisfachberater für Gartenbau und Landschaftspflege im Landratsamt Berchtesgadener Land, wenden. Telefon: 08651-773853 oder E-Mail: markus.putzhammer@lra-bgl.de. Alle Informationen zum Projekt Biosphärenobstbäume finden sich auf der Homepage der Biosphärenregion Berchtesgadener Land unter www.brbgl.de.

red/Pressemitteilung LRA BGL
Bilder © LRA BGL
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