Freilassinger Polizisten verhindern Selbstmord: Österreicher mit Kohlenmonoxidvergiftung ist mittlerweile außer Lebensgefahr
Beamte der Polizeiinspektion Freilassing haben am Donnerstagvormittag unter Gefahr für ihr eigenes Leben einen Selbstmord verhindert: Ein 47-jähriger Österreicher wollte sich offenbar in einem leer stehenden Nebengebäude in Hammerau durch Rauchgase das Leben nehmen. Die Polizisten brachten ihn aus dem stark verrauchten Saunaraum ins Freie, leisteten Erste Hilfe und forderten sofort Rotes Kreuz und Feuerwehr nach. Der Patient wurde notärztlich versorgt, mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 14“ zum Klinikum Traunstein geflogen, in der dortigen Druckkammer behandelt und ist mittlerweile außer Lebensgefahr.
Ausschlaggebend für den Einsatzerfolg war laut Polizei die sehr gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Polizeibehörden aus Salzburg und Bayern. Der Mann hatte gegenüber seinen Angehörigen Selbstmordabsichten geäußert und wurde bereits am Mittwoch in Österreich als vermisst gemeldet. Die Ermittlungen der österreichischen Polizei hatten ergeben, dass sich der Gesuchte über Salzburg nach Freilassing bewegt haben musste. Unverzüglich informierte die Salzburger Polizei ihre bayerischen Kollegen. Nach ergebnisloser Suchaktion am Mittwochabend auf beiden Grenzseiten wurde die Suche am Donnerstagmorgen fortgesetzt. Dabei ergaben sich immer mehr Hinweise, dass sich der Mann im Bereich Hammerau aufhalten muss. Nachdem sein Fahrrad in der Nähe der ehemaligen „Zeller Villa“ in Hammerau gefunden worden war, suchten die Beamten den bewaldeten Hügel entlang der Saalach ab. Als eine Streife der Freilassinger Polizei ein leer stehendes Nebengebäude mit mehreren Räumen kontrollierte, bemerkten die Beamten plötzlich Rauchgeruch. Der Vermisste hatte in einem Saunaraum einen großen Holzofengrill mit Birkenholz entzündet und die Türe geschlossen, um sich so durch die Rauchgase zu vergiften.
Die eingesetzten Beamten drangen unter Gefahr für ihr eigenes Leben in den stark verrauchten Saunaraum ein, öffneten sämtliche Fenster und entfernten den brennenden Grill. Anschließend wurde der bereits bewusstlose Mann im hinteren Bereich der Sauna aufgefunden und ins Freie gezogen. Die Polizisten forderten Feuerwehr und Rotes Kreuz nach und leisteten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe. Die Leitstelle Traunstein schickte daraufhin um 10.16 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren Ainring und Piding sowie das Rote Kreuz mit zwei Rettungswagen, dem Freilassinger Notarzt und dem Einsatzleiter los. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde der Patient wegen einer Kohlenmonoxidvergiftung mit dem nachgeforderten Rettungshubschrauber „Christoph 14“ zum Klinikum Traunstein geflogen, wo er in der Druckkammer behandelt wurde und mittlerweile außer Lebensgefahr ist. Die Feuerwehr kontrollierte das Gebäude, musste aber wegen des Feuers nicht mehr eingreifen; sie unterstützte danach den Rettungsdienst bei der Versorgung und beim Transport des Patienten.
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