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Ungar muss in den Knast - der Vierbeiner ins Tierheim

Der 46-Jährige fuhr Ende letzten Jahres ohne Fahrschein mit einem ICE.

Eine „lebende Reisetasche“ ist auch für Schleierfahnder nichts alltägliches. So kam es in der Nacht auf Donnerstag zu der kuriosen Situation, dass sich ein Beamter ziemlich erschrak und ein kleiner Hund bellte.

Zuvor hatte eine Streife der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein anlässlich einer Buskontrolle an der Autobahnanschlussstelle Anger-Nord einen per Haftbefehl gesuchten Ungarn mitsamt seinem Reisegepäck zur Dienststelle nach Urwies verbracht.
Der 46-jähriger Osteuropäer war im Dezember 2013 mittellos und ohne Fahrschein in einem ICE-Reisezug der Deutsche Bahn AG auf Höhe von Neu-Ulm erwischt worden. Wegen Erschleichens von Leistungen stand der Mann nun auf der Fahndungsliste.
Da er die daraus resultierende Verurteilung bzw. Geldstrafe in Höhe von 300 Euro nicht aufbringen konnte, wurde er noch am Vormittag in die nächste Haftanstalt eingeliefert. Dort muss er jetzt ersatzweise 20 Tage absitzen.

Der mitgeführte Kleinhund eine Art Chihuahua wurde für die dreiwöchige Abwesenheit seine Herrchens in die Obhut eines Tierasyls gegeben. Da sich der Vierbeiner - die Tasche stand direkt neben dem Festgenommen auf der Sitzbank im Reisebus - in einem guten Zustand befand, konnte ein tierschutzrechtlicher Verstoß ausgeschlossen werden.

red/Pressemitteilung Polizei Fahndung Traunstein
Bild © Polizei Fahndung Traunstein
hund reisetasche 00

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