Nahezu konstantes Einsatzaufkommen im Vergleich zum Vorjahr: 15.620 Rettungsdienst-Einsätze im Jahr 2013
Rotes Kreuz legt im Rettungsdienst und Krankentransport über 660.000 Kilometer zurück.
Rotes Kreuz leistet 100 Prozent der Einsätze
Über 70 hauptamtliche Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Fahrer, vier Rettungsdiensthelfer im Bundesfreiwilligendienst (BFD) sowie durchschnittlich 40 ehrenamtliche Mitarbeiter der BRK-Bereitschaften besetzen im Schichtdienst bis zu 16 Fahrzeuge. Die haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeiter sind als Rettungsdiensthelfer, Rettungssanitäter und Rettungsassistenten ausgebildet. Um den Rettungsdienst im Gebirge und an Gewässern kümmern sich die Ehrenamtlichen der Bergwacht im BRK und der BRK-Wasserwacht. Damit leistet das BRK im Berchtesgadener Land 100 Prozent der Einsätze und garantiert eine optimale Notfallversorgung der Bevölkerung.
Leichter Rückgang bei den Notarzteinsätzen, Anstieg im Krankentransport und bei Notfällen
4.155 (2012: 4.253) Mal rückten die Rotkreuzler 2013 zu Notarzteinsätzen aus; das sind 98 (fast 2,4 Prozent) weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Notfalleinsätze ohne Notarzt stieg im Vergleich zu 2012 um 247 (fast 17 Prozent) auf 2.089 an. Bei 9.376 Krankentransporten wurden rund 1 Prozent mehr Kranke und Verletzte als im Jahr 2012 befördert. Die jetzt 16 Rettungsdienstfahrzeuge des Roten Kreuzes sind an den Wachen in Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing und Teisendorf stationiert. Sie legten im letzten Jahr fast 661.000 Kilometer zurück; rund 2.000 weniger als 2012.
Vergabe eines Rettungswagens in Berchtesgaden
Seit 1. April 2013 rückt zwischen 10 und 20 Uhr ein zweiter Rettungswagen vom Standort Berchtesgaden aus. Die Änderungen gehen auf eine Nachbegutachtung des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement München (INM) zurück, das die Einsätze vom 1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011 ein Jahr lang ausgewertet und interpretiert hat. Da die beiden Berchtesgadener Krankenwagen sehr oft als Erstversorger zu Notfällen ausrücken mussten und dann häufig zusätzlich ein Rettungswagen von Bad Reichenhall oder Freilassing aus anfahren musste, empfahl die so genannte zweite Trend- und Strukturanalyse (TRUST-2), in Berchtesgaden einen zweiten Rettungswagen zu stationieren. Der Betrieb musste vom Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Traunstein im September 2012 europaweit ausgeschrieben werden, wobei das Rote Kreuz mit seiner Bewerbung den Zuschlag bekam. „Das Allrad-Fahrzeug ist aber nicht zusätzlich dazugekommen, sondern ersetzt einen unserer beiden Krankenwagen“, erklärt Zekert. Der neue Rettungswagen legte bis zum Jahresende knapp 27.000 Kilometer zurück. Er wurde dabei zu 252 Notarzteinsätzen alarmiert, die bisher durch Rettungswagen von anderen Standorten aus abgedeckt werden mussten. Die so genannten Gebietsabsicherungen bei hohem Einsatzaufkommen im mittleren und südlichen Landkreis, bei denen vor allem zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden, häufig am Bahnübergang Hallthurm, strategisch günstig ein Rettungswagen positioniert wurde, gingen in diesem Zeitraum um rund 100 zurück.
Spitzenabdeckung durch BRK-Bereitschaften
Seit 2011 gibt es die Rettungsdienst-Spitzenabdeckung durch die ehrenamtlich betriebenen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der BRK-Bereitschaften, die den regulären Rettungsdienst und Krankentransport unterstützen, wenn besonders viel los ist und kein Rettungs- oder Krankenwagen mehr frei ist. 2013 wurden sie zusätzlich zu anderen SEG-Einsätzen wie Brandabstellungen 21 (2012 und 2011 jeweils 32) Mal zu Notfällen und Krankentransporten alarmiert; in den Vorjahren bewegten sich diese Einsatzahlen im einstelligen Bereich. „Hier hat sich die 2011 durchgeführte Aufteilung in kleinere Einheiten wie SEG Behandlung und Transport bereits bestens bewährt. Die Besatzungen sind sehr schnell einsatzklar und können den Rettungsdienst bei Engpässen rasch und effektiv ergänzen“, freut sich Kreisbereitschaftsleiter Andreas Rautter. Geografisch ist das Berchtesgadener Land aufgrund der Berge gerade im südlichen Landkreis von den Nachbarregionen abgeschnitten. Wenn alle regulären Rettungsmittel bereits im Einsatz sind, kann die Leitstelle deshalb auf die SEG´n zurückgreifen. Die BRK-Bereitschaften im Landkreis halten zur Ergänzung des Rettungsdienstes und für Großschadensfälle aller Art 21 zusätzliche Fahrzeuge, neun Anhänger und umfangreiche Ausrüstung bereit, die - genauso wie die Aus- und Fortbildung der freiwilligen Sanitäter - fast ausschließlich über Spendengelder finanziert werden.