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34-jährige Tschechin stirbt bei schwerem Verkehrsunfall auf der B20

Eine Tote, vier Verletzte: 36-jähriger Tscheche gerät mit Skoda in den Gegenverkehr und stößt mit zwei Autos zusammen.

Bei einem schweren Verkehrsunfall ist am Samstagvormittag auf der B20 bei Niederheining eine 34-jährige Tschechin ums Leben gekommen; vier weitere Menschen wurden zum Teil schwerst verletzt. Der 36-jährige Lebensgefährte der Verstorbenen war aus bisher ungeklärter Ursache mit seinem Skoda auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit zwei weiteren Autos zusammengestoßen. Die B20 musste während der Rettungs- und Bergearbeiten für mehrere Stunden komplett gesperrt werden.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Laufen war der 36-jährige Tscheche um 9.35 Uhr mit seinem Skoda auf der B20 von Laufen kommend in Richtung Freilassing unterwegs. Mit im Auto saßen seine 34-jährige Lebensgefährtin und die gemeinsame acht Monate alte Tochter. Kurz nach der Ausfahrt nach Niederheining geriet der Mann aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn, wo ein 65-jähriger Kirchanschöringer mit seinem VW Golf nicht mehr ausweichen konnte. Er stieß seitlich versetzt frontal mit dem Skoda zusammen, wodurch der Golf nach rechts von der Fahrbahn in den Straßengraben geschleudert wurde. Der Skoda überschlug sich daraufhin und prallte während des Überschlags mit dem Dach gegen einen entgegenkommenden Peugeot einer 35-jährigen Frau aus Freilassing. Beide Fahrzeuge blieben schwer beschädigt auf der Fahrbahn stehen.

Ersthelfer, darunter ein Rotkreuz-Mitarbeiter, kümmerten sich sofort um die Verletzten, versuchten die 34-Jährige wiederzubeleben und setzten einen Notruf ab, woraufhin die Leitstelle Traunstein die Freiwilligen Feuerwehren Laufen, Oberndorf und Surheim sowie den Rettungsdienst des Roten Kreuzes alarmierte. Trotz aller Bemühungen starb die Tschechin noch am Unfallort. Ihr 36-jähriger Lebensgefährte war lebensgefährlich verletzt im stark deformierten Skoda eingeklemmt; die Feuerwehr musste ihn per hydraulischem Rettungssatz befreien. Nach weiterer notärztlicher Versorgung flog ihn die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ zu einer Schwerpunktklinik nach Salzburg. Die allem Anschein nach nur leicht verletzte acht Monate alte Tochter wurde vom Roten Kreuz in die Kinderklinik des Salzburger Landeskrankenhauses gebracht. Der 65-jährige Kirchanschöringer und die 35-jährige Freilassingerin kamen ebenfalls mit leichteren Verletzungen davon und wurden in die Salzachklinik nach Fridolfing und in die Kreisklinik Freilassing gebracht.

Der Staatsanwalt sowie ein Gutachter machten sich an der Unfallstelle ein Bild von Ausmaß des Schadens, wobei ein unfallanalytisches und ein technisches Gutachten erstellt wurden. Zur Klärung der genauen Ursache bittet die Laufener Polizei weitere Zeugen des Unfalls, sich unter der Telefonnummer +49 (0) 8682 8988-0 zu melden. An den beteiligten Fahrzeugen entstand Totalschaden.

30 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Laufen, Oberndorf und Surheim waren mit sechs Fahrzeugen vor Ort. Sie kümmerten sich um die technische Rettung, sicherten die Unfallstelle ab, stellten den Brandschutz sicher, reinigten die Fahrbahn und leiteten den restlichen Verkehr lokal um. Das Rote Kreuz war mit zwei Notärzten, vier Rettungsdienst-Fahrzeugen, dem Einsatzleiter und dem Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ im Einsatz. Der BRK-Kriseninterventionsdienst wurde an die Unfallstelle gerufen, um Bekannte der verstorbenen Frau und des lebensgefährlich verletzten Mannes zu betreuen, die mit weiteren Autos im Stau standen.

Pressemitteilung BRK BGL
Bilder © Braun BRK BGL
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