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Vom öligen Hochwasser verschmutzter Kachelofen verqualmt Wohnung

Feuerwehr verhindert größeren Brand & warnt Hochwasseropfer: Keine holzbefeuerten Öfen in Betrieb nehmen!

Am Mittwochabend musste die Feuerwehr die Bewohner der vom Hochwasser betroffenen Gebiete in Freilassing mit Lautsprecherdurchsagen und Handzetteln vor der Benutzung von holzbefeuerten Öfen warnen. Gegen 17.15 Uhr war es in einem Haus im Heideweg zu einem kuriosen Brandeinsatz gekommen, wobei ein Kachelofen zunächst die Wohnung verqualmte und dann die vom Öl-Wassergemisch der Überschwemmung verunreinigte Dämmwolle in Brand setzte.

Der Geschädigte wollte zum Trocknen seinen Kachelofen anheizen; nach nur kurzer Zeit verqualmte die Wohnung so stark, dass die Feuerwehr gegen den Brand vorgehen und die Wohnung belüften musste. Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes sicherte den Einsatz der Atemschutzgeräteträger ab, musste aber zum Glück keine Verletzten versorgen. Im weiteren Einsatzverlauf entzündete sich die vom Öl-Wassergemisch verschmutzte Dämmwolle. Wegen des Brandes und der anhaltenden Rauchentwicklung mussten die 20 eingesetzten Feuerwehrleute den Kachelofen komplett abtragen und mit mehreren Kohlendioxidlöschern gegen das Feuer vorgehen.

Gegen 19.30 Uhr warnte die Feuerwehr Freilassing dann in Absprache mit der Stadtverwaltung, der Polizei und des Landratsamtes die vom Hochwasser betroffene Bevölkerung, wobei sie von der Feuerwehr Bad Reichenhall mit einer speziellen Warnanlage unterstützt wurde.

Wie konnte es zum Zwischenfall überhaupt kommen?
Der Ofen wurde durch ein Heizöl-Wassergemisch während der Hochwasserkatastrophe stark verschmutzt. Die feuerfesten Steine (Schamotte) und das Isoliermaterial des Kachelofens saugten dann die Flüssigkeit auf. Durch die Hitzeeinwirkung beim Anheizen verdampfte offenbar das Ölgemisch und verrauchte das Haus mit stark gesundheitsschädlichen Dämpfen.

Welche Gefahr besteht?
Durch die giftigen Dämpfe können bei Betroffenen noch nicht absehbare gesundheitliche Schäden entstehen, vor allem wenn sie das Gas einatmen.

Wie soll ich mich verhalten?
Der Freilassinger Kaminkehrermeister Thaddäus „Ruaß“ Mußner ist unter der Handynummer +49 (0) 170 7104204 jederzeit für Geschädigte erreichbar und berät sie auf Wunsch gerne vor Ort.

Pressemitteilung BRK BGL
Bilder © Schnell BRK BGL
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