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BRK-Bereitschaften sichern aufwendige Aufräumarbeiten in Freilassing ab

Drei Verletzte und zahlreiche kleinere Versorgungen am Donnerstag – weiterhin Versorgungsstelle im Rathaus.

Die BRK-Bereitschaften des Landkreises sichern derzeit im Schichtdienst die aufwendigen Aufräumarbeiten nach dem dramatischen Hochwasser im Freilassinger Osten ab. Neben mehreren kleineren Versorgungen mussten sie am Donnerstag dreimal Patienten helfen, die danach ins Krankenhaus gebracht wurden: Eine Knieverletzung, eine Gesichtsverletzung nach Sturz und eine Oberlippenverletzung bei einem Soldaten. Am frühen Freitagmorgen gegen 3 Uhr fahren die beiden Notfallkrankenwagen der BRK-Bereitschaften Bad Reichenhall und Berchtesgaden als Teil des Transportkontingents Oberbayern zur Katastrophenhilfe ins Überschwemmungsgebiet nach Deggendorf.

Aufwendige Aufräumarbeiten
Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und Bundeswehr sind seit Tagen im Einsatz, um Keller auszupumpen, zerstörte Hauseinrichtungen zu entsorgen und Schlamm zu beseitigen. Neben anderen solidarischen freiwilligen Helfern packten am Donnerstag auch Schulklassen der Mittelschule Mitterfelden und der Berufsschule Freilassing mit an und halfen den Betroffenen bei den Aufräumarbeiten. Über 30 auswertige THW-Helfer wurden für die Nacht im Mitterfeldener BRK-Haus untergebracht.

Weiterhin Versorgungsstelle im Rathaus
Nach der Hochwasserkatastrophe sind die Helfer der BRK-Bereitschaften bereits fünf Tage im Dauereinsatz, um die betroffenen Bewohner rund um die Uhr sanitätsdienstlich und seelisch zu betreuen und mit dem Nötigsten zu versorgen: Essen, Getränke, Kleidung und Hygieneartikel. Sie verfügen mit ihrem Betreuungsdienst über ein dichtes Netzwerk an Firmen und Betrieben, über die im Ernstfall Lebensmittel und andere notwendige Artikel schnell beschafft werden können. Zudem hatten sich spontan Gastwirte, eine Metzgerei und eine Bäckerei bereit erklärt, für die betroffenen Bewohner Essen zur Verfügung zu stellen. Für Babys und Kleinkinder wurden Hygieneartikel und Windeln beschafft und ein eigener Kinderbereich in den Notunterkünften eingerichtet. Zudem vermittelten die Ehrenamtlichen des Roten Kreuzes Übernachtungsmöglichkeiten, die spontan von solidarischen Einwohnern der Stadt und des Landkreises angeboten wurden. Auch getrennte Familien wurden von den Helfern des Roten Kreuzes wieder zusammengeführt. Der BRK-Kriseninterventionsdienst (KID) ist ebenfalls in Freilassing mit mehreren Krisenberatern unterwegs und betreut Hochwassergeschädigte, die mit den Nerven am Ende sind.

Essenslieferungen ins Schadensgebiet
Kostenlose Mahlzeiten gibt es von 12 bis 14 Uhr und von 18 bis 20 Uhr im Rathaus. Da bereits am Montag die ersten Geschädigten wieder zu ihren Häusern zurück konnten, dort jedoch aufgrund der Schäden weder Strom noch Hygiene- oder Kochmöglichkeiten bestehen, wird die Notunterkunft und Versorgungsstelle am Rathaus weiterhin durch das Rote Kreuz betreut. „Viele Bewohner wollen verständlicherweise wieder zu ihren Häusern, um aufzuräumen und retten, was noch zu retten ist. Darum beliefern wir zweimal täglich den betroffenen Stadtteil mit warmen Mahlzeiten und Getränken“, erklärt der Leiter der Freilassinger Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Christian Koller. Im Foyer des Rathauses verteilen die Rotkreuzler zudem Bekleidung für Babys, Kinder und Erwachsene, Babynahrung, Hygiene-Artikel, Schuhe und Gummistiefel an die Betroffenen.

Pressemitteilung BRK BGL

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