Im Rathaussaal Freilassing fiel der offizielle Startschuss für ein intensives Begleitprogramm zur Entwicklung von Schutzkonzepten im Landkreis Berchtesgadener Land. Unter dem Motto „Kinderschutz geht uns alle an“ versammelten sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedensten Fachbereichen, um gemeinsam den Grundstein für eine noch sicherere Umgebung für junge Menschen zu legen.
Organisiert wurde die Kick-off-Veranstaltung vom Präventiven Kinder- und Jugendschutz des Landkreises in Kooperation mit der Fachstelle Selbstbewusst Salzburg. Sarah Conrad, die zuständige Koordinatorin am Amt für Kinder, Jugend und Familien, zeigte sich beeindruckt von der hohen Resonanz: „Dass Sie heute hier sind, setzt ein starkes Zeichen für den Gewaltschutz im Berchtesgadener Land. Es ist inspirierend zu sehen, wie viele Einrichtungen motiviert sind, sich kritisch mit ihren Strukturen auseinanderzusetzen und den Schutzraum für Kinder nachhaltig zu stärken“.
Das Projekt stieß auf breites Interesse im gesamten Landkreis. Fünf Einrichtungen wurden nach einem Verfahren für eine besonders intensive Begleitung ausgewählt:
• die Kinder- und Jugendarztpraxis Dr. med. Silvia Schrödl aus Bad Reichenhall,
• die Klinik Schönsicht Berchtesgaden – Rehaklinik für Kinder und Jugendliche,
• der Generationenbund BGL mit dem Projekt „Wunschgroßeltern“,
• das Karlsgymnasium Bad Reichenhall,
• sowie die Grundschule Berchtesgaden
Zusätzlich nutzten weitere engagierte Bewerber die Gelegenheit zum fachlichen Input und Austausch beim Kick-off, darunter das Augustinum (Adipositaswohngruppe), die Grund- und Mittelschule Bischofswiesen, der Jugendtreff Chilli Freilassing und der Aktivspielplatz Aquarium Freilassing vom Kreisjugendring Berchtesgadener Land, die Realschule im Rupertiwinkel Freilassing sowie der Kindergarten Leitererweg.
Die Referentinnen der Fachstelle Selbstbewusst, Mag.a Gabriele Rothuber und Kerstin Steiner-Illichmann, MA BSc, führten durch einen Tag, der weit über reine Theorie hinausging. Themen wie die Dynamiken von Grenzverletzungen, Sexualpädagogik als Prävention sowie die Bausteine organisationaler Schutzkonzepte standen im Fokus. Besonders betont wurde die Bedeutung von Partizipation und funktionierenden Beschwerdewegen für junge Menschen.
Die Teilnehmenden erarbeiteten bereits erste Ansätze zur Risikominimierung und reflektierten ihr pädagogisches Verhalten im Team. Das Feedback der Teilnehmenden war durchweg positiv und unterstrich den hohen Praxisbezug der Veranstaltung.
Für die beteiligten Einrichtungen geht die Arbeit nun erst richtig los. In den kommenden Monaten stehen die Erstellung einer detaillierten Risikoanalyse mit fachlichem Feedback sowie Teamfortbildungen zur Entwicklung individueller Verhaltenskodizes auf dem Plan.
Auch für die weiteren Bewerber ist gesorgt: Ein spezielles „kleines Paket“ sieht einen weiteren Termin mit der Fachstelle vor, um Fragen zur bereits erarbeiteten Risikoanalyse zu klären, sich auszutauschen und Ableitungen für den eigenen Verhaltenskodex zu besprechen. Das Ziel ist klar definiert: Bis zum Projektabschluss im November 2026 sollen weitestgehend tragfähige Konzepte stehen, die den Alltag mit Kindern und Jugendlichen im Berchtesgadener Land noch sicherer machen.
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