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Geplante Baumarbeiten 2026 im Bad Reichenhaller Stadtgebiet

Die Stadt Bad Reichenhall informiert gemeinsam mit den übrigen zuständigen Behörden und Ämtern wieder gesammelt und ausführlich über die für 2026 geplanten Baumarbeiten im Bad Reichenhaller Stadtgebiet.

Baumarbeiten der Reichenhaller Stadtgärtnerei


Das Jahr 2025 stellte die Stadtgärtnerei erneut vor große Herausforderungen. Trotz einer vergleichsweise nassen Witterung in der Jahresmitte waren die Folgen langanhaltender Trockenperioden der vergangenen Jahre deutlich spürbar. Ein Baum reagiert über Jahre auf Trockenheit, indem er sein Wachstum verlangsamt und seine Blätter früher abwirft bis zum Absterben. Trockenheit wirkt nicht nur kurzfristig, sondern hat langfristige Folgen für die Vitalität eines Baumes. In der Schillerstraße zeigt sich derzeit besonders deutlich, wie stark die Folgen der Trockenheit die städtische Begrünung beeinträchtigen. Mehrere Schwedische Mehlbeeren, die ohnehin ihr maximales Alter erreicht haben, leiden unter den anhaltenden Wassermängeln.
Hinzu kommt, dass die Bäume in zu kleinen Baumgruben stehen. Dadurch können ihre Wurzeln nicht ausreichend Platz finden, um Wasser und Nährstoffe aufzunehmen. Die Trockenheit der vergangenen Jahre beschleunigt das Absterben zusätzlich. Die Stadtgärtnerei verzeichnet deshalb eine erhöhte Zahl notwendiger Entnahmen.

Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass sich die regelmäßigen Baumpflegemaßnahmen auszahlen: Insgesamt sind die Schäden an Straßenbäumen gering geblieben.

Nach wie vor sind allerdings Baumkrankheiten wie die Massariakrankheit an den Platanen, die Rußrindenkrankheit beim Bergahorn und das Eschentriebsterben weiterhin auf dem Vormarsch. Auch das macht einen erhöhten Kontroll- und Pflegeaufwand zur Wahrung der Verkehrssicherungspflicht notwendig.

Das „Baumprogramm 2025/26“ mit detaillierten Informationen über Art und Umfang der Baumarbeiten und Baumpflegemaßnahmen, den genauen Lageplänen, den einzelnen Ursachen der Schädigungen, die abgeschlossenen Ersatz- bzw. Neupflanzungen sowie die weitere Entwicklung kann auf der Internetseite der Stadt Bad Reichenhall unter dem Link https://www.stadt-bad-reichenhall.de/natur-umwelt/stadtgruen eingesehen werden.

Die gewohnte Baumschau mit dem Umweltreferenten Michael Nürbauer findet im Januar statt, die übliche gemeinsame Informationsrundfahrt mit Bund Naturschutz, Ordnungsamt und Unterer Naturschutzbehörde ist für Anfang Februar geplant.

Baumbestand der Bayer. Staatsbad Bad Reichenhall/Bayer. Gmain GmbH in gutem Zustand


Das Bayer. Staatsbad Bad Reichenhall/Bayer. Gmain GmbH freut sich mitteilen zu können, dass aufgrund der umfassenden Maßnahmen, die sie in den betreuten Grünanlagen durchführt, der Baumbestand in gutem Zustand ist. Als Folge ist zu vermelden, dass für die Saison 2025/2026 nur die Entnahme von 3 Bäumen geplant wurde. Es handelt sich dabei um eine Esche im Rupertuspark, die durch das bekannte Eschentriebsterben bereits stark geschädigt war, und um eine kleine Lärche an der B 20, die durch eine frühere Verletzung am Stamm stark eingefault war. Eine Kastanie im Königlichen Kurgarten wies am Stammfuß einen starken Pilzbefall auf und wurde aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht entfernt. Diese Bäume wurden bereits gefällt.
Für alle entnommenen Bäume sind auf den Flächen des Staatsbades Ersatzpflanzungen für 2026 geplant. 

Wie in jedem Jahr weist die Gärtnerei des Bayer. Staatsbades darauf hin, dass sich im Laufe des Jahres 2026 nach Sturmschäden oder negativen Ergebnissen der Baumprüfungen noch ungeplante Fällungen ergeben können, die kurzfristig umgesetzt werden müssen.

Liegenschaftsamt plant keine größeren Maßnahmen


Vonseiten des Liegenschaftsamtes sind zusammen mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten – Traunstein (AELF-TS) im Bereich Forst für das kommende Jahr keine größeren Maßnahmen geplant.

Kranke Bäume müssen gefällt werden – Wasserwirtschaftsamt Traunstein führt notwendige Sicherungsarbeiten zu Beginn des kommenden Jahres durch


Verfault, hohl und nicht mehr standsicher: Große Schäden weisen 141 Bäume entlang der Wege auf den Grundstücken des Wasserwirtschaftsamtes (WWA) Traunstein in der Saalach- und Nonner Au in Bad Reichenhall auf. Betroffen sind vorwiegend Ahorn, Buche, Linde und Fichte. Das haben Kontrollen ergeben und machen nun Fällungen unumgänglich.
Die Arbeiten finden aus artenschutzrechtlichen Gründen im Januar und Februar kommenden Jahres statt, außerhalb der Vegetations- und Vogelbrutzeitzeit. Flächige Rodungen im Gebiet der Saalach- und Nonner Au sind nicht vorgesehen, doch während der Arbeiten sind Wege und Straßen abschnittsweise gesperrt. Das Wasserwirtschaftsamt bittet um Verständnis und versucht, die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten.

Schutz der Menschen hat Vorrang


Die Mitarbeiter der Behörde hatten die Bäume in der Au zuletzt im Herbst kontrolliert. Untersucht wurden nur Bäume im Fallbereich der Wege oder anderer Infrastrukturen, das bedeutet in einem Abstand von bis zu 25 Metern. Alle geschädigten Bäume wurden klassifiziert und die notwendigen Maßnahmen festgelegt. Die Arbeiter sind für die Baumbeschau ausgebildet und kennen ihre Verantwortung sowohl gegenüber der Öffentlichkeit als auch gegenüber der Natur. Wenn ein Baum gravierende Schäden aufweist, die zur Gefahr für die Allgemeinheit werden könnten, hat der Schutz der Menschen Vorrang. Bäume, die so weit von Infrastruktureinrichtungen entfernt stehen, dass auch beim Herabfallen morscher Äste oder beim Umsturz eines Baumes keine Gefahr besteht, bleiben außer Betracht.

Fachleute übernehmen Baumschau


Das Wasserwirtschaftsamt verwaltet im Stadtgebiet von Bad Reichenhall große Grundstücksflächen des Freistaates Bayern. Auf diesen Flächen in der Saalach- und Nonner Au befinden sich viele Geh- und Radwege, Straßen sowie andere Infrastruktureinrichtungen. Als Vertreter des Grundeigentümers trägt die Behörde die Verantwortung dafür, dass die Nutzer dieser Einrichtungen nicht gefährdet werden. Deshalb ist es unumgänglich, den Zustand der Gehölze im Rahmen einer Baumbeschau fachlich zu bewerten und sich daraus ergebende Maßnahmen durchzuführen. Dies sind in der Regel Pflegemaßnahmen am Baum, etwa der Rückschnitt einzelner abgestorbener Äste. Oder aber die Fällung, wenn der Baum oder sein Wurzelwerk stark geschädigt ist. Sollten die Fachleute in einem Baumstamm Bruthöhlen finden, wird der Baumstamm oberhalb der Höhle gekappt. Auch das Liegenlassen von Totholz gehört zu den Maßnahmen der Gehölzpflege.

Weitere Arbeiten notwendig


Zusätzlich zu den Arbeiten in der Saalach- und Nonner Au müssen Bäume entlang der Saalach, zwischen Triftwehr und Luitpoldbrücke, gefällt werden. Auch ab der Kretabrücke bis nach Schneizlreuth sind Bäume zu entfernen. Hier finden die Fällungen direkt am Ufer des Flusses statt und zwar alle 200 Meter, jeweils kleinräumig auf Höhe der Kilometersteine. Ebenso wie in der Saalach- und Nonner Au kann es temporär zu Behinderungen kommen. Die Arbeiten finden im Januar/Februar nächsten Jahres statt.

Verkehrssicherungsmaßnahmen durch das Staatliche Bauamt Traunstein


Als Ergebnis der regelmäßig durchgeführten Baumkontrollen muss an der BGL 4 ein Baum aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden. An der B 21 muss an mehreren Weiden Efeu entfernt werden, um eine ordnungsgemäße Baumkontrolle gewährleisten zu können. Eine anschließende Fällung einzelner Weiden kann nicht ausgeschlossen werden.

Nicht auszuschließen sind des Weiteren sogenannte Akutfällungen, die nach Schneebruch, Orkanstürmen etc. aus Gründen der Verkehrssicherheit durchgeführt werden müssen. Im Hinblick auf das Eschentriebsterben im Saalachtal ist nicht auszuschließen, dass im Frühjahr mit Beginn des Blattaustriebs erneut Schädigungsgrade an den Eschen festgestellt werden, die zu Baumfällungen führen können. Da das Staatliche Bauamt Traunstein aber in diesem Bereich in den vergangenen Jahren vermehrt verkehrsgefährdende Eschen entfernt hat, ist aller Voraussicht nach mit keinen größeren Baumfällaktionen zu rechnen.

Verkehrssicherungsarbeiten des Forstbetriebs Berchtesgaden


Die Bayerischen Staatsforsten planen 2026 im Staatswald lediglich kleinere Verkehrssicherungsarbeiten im Bereich der Stadt Bad Reichenhall.

red/Pressemitteilung Stadt Bad Reichenhall
Bilder © Stadt Bad Reichenhall & WWA TS
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2 Kommentare

i.A. von Dr. A. Viehbeck
von Reiser Peter am
+- 0

Im Auftrag von Dr. Alfred Viehbeck, Salzburgerstr. 20 Bad Reichenhall soll ich folgendes mitteilen:
Der große Baum auf dem o.g. Grundstück zwischen dem Haus Salzburgerstr. 20 und dem angrenzenden Grundstück des Gasthof Schwabenbräu auf der anderen Seite sollte unbedingt begutauchtet werden. Im unteren Bereich teilt sich der Stamm und es besteht die Gefahr, daß sich diese beiden mächtigen Stämme im "Zwieselbereich" teilen und sowohl auf das Haus als auch auf das Grundstück "Schwabenbräu" stürzen.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Reiser
i.A. von Dr. A. Viehbeck

Antworten
Aw: i.A. von Dr. A. Viehbeck
von untersberger.info am
+- 0

Hallo Herr Reiser,
dazu müssen Sie sich an die Stadtverwaltung wenden.

Schöne Grüße
Patrick
untersberger.info

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