Am Wochenende unterbanden die Bundespolizisten vier Schleusungen und 72 unerlaubte Einreisen. Weiter wurden 43 Fahndungstreffer festgestellt.
Bereits am Freitagnachmittag (2. Juni) beabsichtigte ein 22-jähriger Türke als Insasse eines Reisebusses über den Grenzübergang Schwarzbach-Autobahn nach Deutschland einzureisen. Bei der Überprüfung seiner ID-Karte stellten Fahnder der Bundespolizei Unregelmäßigkeiten bei den ausgehändigten Dokumenten fest. In seinem Reisegepäck fanden sie zudem einen totalgefälschten bulgarischen Führerschein. Auf Nachfrage der Bundespolizisten gab der Türke an, die Dokumente in Deutschland für 4.500 Euro gekauft zu haben. Nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen Urkundenfälschung, Verschaffen von falschen amtlichen Ausweisen und der versuchten unerlaubten Einreise wurde der 22-Jährige nach Österreich zurückgewiesen.
Am Samstag (3. Juni) gegen 13:30 Uhr kontrollierten Schleierfahnder des Bundespolizeireviers Mühldorf am Inn auf der A94 bei Alzgern einen Pkw mit britischer Zulassung. Zuvor hatte der albanische Lenker allerdings versucht, sich der Kontrolle durch waghalsige Fahrmanöver zu entziehen. Dadurch gefährdete er den Verkehr auf der stark befahrenen A 94. Schnell wurde den Bundespolizisten klar, warum der Fahrer vor der Kontrolle fliehen wollte. Der 29-jährige Fahrer konnte sich zwar mit einem albanischen Reisepass und einem italienischen Aufenthaltstitel ausweisen, allerdings befanden sich in dem Fahrzeug auch drei Türken und ein Kosovare im Alter zwischen 18 und 37 Jahren ohne Reisedokumente. Wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise sowie des unerlaubten Aufenthalts nahmen die Bundespolizisten alle Mitfahrer vorläufig fest und leiteten Strafverfahren ein. Der albanischen Fahrer wurde ebenfalls festgenommen und muss sich nun wegen des Verdachtes der Einschleusung von Ausländern verantworten. Nach Beschluss des Amtsgerichts Rosenheim wurde er in die JVA Traunstein eingeliefert. Auch gegen den Kosovaren hat das Amtsgericht Rosenheim Haft zur Sicherung der Abschiebung angeordnet. Die drei Türken wurden an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in München weitergeleitet.
Wenige Stunden später, gegen 16:00 Uhr, kontrollierten Fahnder der Bundespolizeiinspektion Freilassing am Grenzübergang Laufen ein Fahrzeug mit österreichischer Zulassung. Mit dem 44-jährigen litauischen Fahrer reisten zwei Syrerinnen und zwei Syrer im Alter zwischen 19 und 33 Jahren, die nicht im Besitz von aufenthaltslegitimierenden Reisepässen oder Aufenthaltstiteln waren. Die Beamten staunten nicht schlecht, als dann bei Öffnen des Kofferraums, zwei weitere Syrer (25 und 29 Jahre) zum Vorschein kamen. Gegen den litauischen Fahrer ermittelt nun die Bundespolizei wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern. Auch er wurde aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichts Rosenheim in die JVA Traunstein eingeliefert. Die syrischen Staatsangehörigen wurden nach Österreich zurückgewiesen.
Wegen Urkundenfälschung, versuchter unerlaubter Einreise und Beleidigung muss sich ein 40-jähriger Serbe verantworten. Er versuchte am Sonntag (4. Juli) nach Mitternacht über den Grenzübergang Walserberg nach Deutschland einzureisen. Bei der Überprüfung des ausgehändigten Dokuments, einer deutschen Duldung, stellten die Beamten Unregelmäßigkeiten fest. Somit bestand der Verdacht der Urkundenfälschung und der unerlaubten Einreise. Damit aber nicht genug. Aufgrund zahlreicher Beschimpfungen gegenüber den Beamten auf der Dienststelle besteht gegen den 40-jährigen zudem der Straftatverdacht der Beleidigung. Er wurde anschließend nach Österreich zurückgewiesen.
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