Aufgrund der Verstöße behielt die Polizei noch vor Ort Sicherheitsleistungen im vierstelligen Bereich ein.
Am Mittwoch, den 19.04.23, kontrollierten Beamte der Verkehrspolizei Traunstein Schwerverkehrsfahrzeuge am Grenzübergang Freilassing-Saalbrücke. Hierbei überprüften sie gegen 8 Uhr morgens einen einreisenden rumänischen Sattelzug, der im Raum Freilassing beladen werden sollte. Bei der Sichtung der Lenk- und Ruhezeitdaten bemerkten die Polizisten, dass der Tachograph der MAN-Sattelzugmaschine die aktuelle Fahrt nicht aufgezeichnet hat. Nach eingehender technischer Untersuchung stand fest, dass der Fahrer, ein 28-jähriger türkischer Staatsbürger, das EG-Kontrollgerät durch Entfernen einer Schmelzsicherung deaktiviert und damit die Aufzeichnung seiner Lenktätigkeit unterdrückt hat. Eine daraufhin durchgeführte Probe aufs Exempel zeigte das tadellose Funktionieren des Tachographen nach Wiedereinsetzen der Sicherung.
Außerdem stellten die Beamten mehrere technische Mängel am Sattelzug fest, unter anderem eine gerissene Windschutzscheibe am MAN und Reifenschäden am mitgeführten Schwarzmüller-Auflieger.
Der der Fälschung technischer Aufzeichnungen und des Mißbrauchs von Wegstreckenzählern beschuldigte Fahrzeuglenker musste auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Traunstein vor Ort eine Sicherheit im mittleren vierstelligen Bereich leisten; seine Fahrerkarte wurde sichergestellt. Auch der Unternehmer hat mit Konsequenzen aus diesem Vorfall zu rechnen. Er wird beim Bundesamt für Logistik und Mobilität wegen der begangenen Ordnungswidrigkeiten nach dem Fahrpersonalgesetz angezeigt. Auch in seinem Falle behielt die Polizei vor Ort eine Sicherheit in Höhe von mehreren tausend Euro ein.
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