Zwei Männer gaben sich als Zirkusleute aus, die 400 Kg Kupfer von der ÖBB erworben haben. Ein Mitarbeiter der ÖBB bestätigte dies anfangs auch...
Eine Kontrolle von zwei Schaustellern am 10. Januar 2013 brachte die Ermittlungsmaschinerie in Gang.
Zuerst stellten die Pidinger Fahnder fest, dass der Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Weiterhin lagen gegen den Beifahrer zwei Haftbefehle vor - Alltagsgeschäft für die Beamten. Stutzig wurden sie allerdings, als sie auf der Ladefläche des Klein - Lkws ca. 400 Kg Kupferabfälle feststellten und die Geschichte dazu hörten.
Die beiden Herren behaupteten, dass sie das Kupfer für 280 € bei der österreichischen Bundesbahn in Villach erworben haben. Da eine Tonne des Rohstoffes zur Zeit etwa mit 6.000 € gehandelt wird, wäre dies fast schon ein Schnäppchen.
Die Fahnder wollten die Umstände natürlich überprüfen und ließen sich eine Telefonnummer für Rückfragen geben. Die Person am anderen Ende gehörte auch wirklich der ÖBB an und bestätigte den Kauf durch zwei „Zirkusleute“. Das Kupfer benötigen sie angeblich für ihre Schlangen, damit ihnen das Häuten leichter fällt.
Mit dieser Geschichte wurde durch die Ermittlungsgruppe der PI Fahndung die Konzernsicherheit der ÖBB benachrichtigt, wobei sich ziemlich schnell herausstellte, dass das Kupfer von ÖBB-Mitarbeitern entwendet und an die Deutschen verkauft wurde. Gleichzeitig gab die ÖBB bekannt, in Villach vier neue Mitarbeiter einzustellen. Die beiden deutschen Schausteller werden sich nun zusätzlich wegen eines Diebstahls im Ausland zu verantworten haben.
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