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Sachbereich Grenze der Grenzpolizeiinspektion Piding verhindert mehrere Verschiebungen von Wohnmobilen

Vom Schreibtisch aus konnten die Ermittler in den letzten Monaten mehrere Verschiebungen von Wohnmobilen ins osteuropäische Ausland verhindern.

Die internationale polizeiliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Slowenien hat in den letzten drei Monaten die Verschiebung dreier in Deutschland angemieteter Wohnmobile nach Osteuropa verhindert bzw. in einem vollendeten Fall die Feststellung von Tatbeteiligten ermöglicht.

An einem Samstagmorgen Mitte September kamen am slowenischen Grenzübergang Obrezje insgesamt drei Wohnmobile zur Ausreise nach Kroatien, die in verschiedenen deutschen Bundesländern angemietet worden waren. Alle drei Fahrzeuge sind von einer 50-jährigen bulgarischen Staatsangehörigen aus Nordrhein-Westfalen angemietet worden, die jeweils in Begleitung von Kindern beim Vermieter vorsprach und angeblich in den Urlaub fahren wollte. Bei der versuchten Ausreise von Slowenien nach Kroatien war die Dame jedoch in keinem der Fahrzeuge. Die Wohnmobile wurden jeweils durch bulgarische Staatsangehörige im Alter von 22, 26 und 40 Jahren gelenkt. Dies machte die dortigen Kontrollbeamten hellhörig. Die slowenischen Grenzbeamten nahmen daraufhin Kontakt zur GPI Piding - Sachbereich Grenze auf und baten um Nachfrage bei den Fahrzeugvermietern, ob die Reise mit den Fahrzeugen nach Kroatien seine Rechtmäßigkeit habe.

Wie zu erwarten war, war dies nicht so. Die Fahrzeugvermieter fielen aus allen Wolken und erstatteten alle drei Anzeige gegen die bulgarischen Täter, die versucht hatten, die Wohnmobile nach Kroatien zu verschieben. Die neuwertigen Wohnmobile mit einem Gesamtwert im sechsstelligen Bereich wurden beschlagnahmt und somit für die Abholung durch die Geschädigten gesichert.

An einem Freitag Anfang Oktober, gegen 04:00 Uhr morgens, kam ein in Berlin angemietetes Wohnmobil ebenfalls an oben genannten slowenischen Grenzübergang zur Ausreise nach Kroatien. Der 27-jährige bulgarische Fahrer in Begleitung einer 29-jährigen Bulgarin konnte bei der Kontrolle auf seinem Handy einen Mietvertrag vorzeigen, der wiederum nicht auf seinen Namen ausgestellt war. Auch in diesem Fall wurde in bewährter Weise Kontakt zur Grenzpolizeiinspektion Piding aufgenommen, um dem Verdacht einer möglichen Kfz-Verschiebung nachzugehen.

Durch Beamten des Sachbereichs Grenze der GPI Piding konnte der Vermieter erreicht und über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt werden. Der Vermieter entschied sich jedoch in diesem Fall, eine Weiterfahrt nach Kroatien zu gestatten. Nach Ablauf des vertraglich vereinbarten Mietzeitraums wurde das Fahrzeug jedoch nicht zurückgebracht. Obwohl der Mieter dem Wohnmobilhalter gegenüber telefonisch beteuerte, bereits auf Rückfahrt in Deutschland zu sein, wusste es dieser besser, denn ein eingebauter GPS-Sender meldete das Fahrzeug in Bulgariens Hauptstadt Sofia. Nach Anzeigeerstattung in Berlin veranlasste die dortige Polizei ein Tätigwerden der Polizei in Sofia. Diese konnte das Wohnmobil auch tatsächlich lokalisieren und beschlagnahmen. Die Personalien der an der Verschiebung beteiligten Personen konnten Dank der slowenisch-bayerischen Zusammenarbeit der Berliner Polizei für die weitere Sachbearbeitung zur Verfügung gestellt werden.

Die Grenzpolizeiinspektion Piding unterhält unter anderem für diese Art von internationaler polizeilicher Zusammenarbeit eine Dienstgruppe in Freilassing, den Sachbereich Grenze. Dieser Sachbereich pflegt auch die polizeilichen Beziehungen ins Nachbarland Österreich und bearbeitet täglich eine Vielzahl von Anfragen beiderseits der Grenze bzw. leitet polizeiliche Ermittlungsersuchen von Österreich nach Bayern bzw. von Bayern nach Österreich weiter.

red/Pressemitteilung GPI Piding

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