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Schönauerin verliert hohen Geldbetrag durch Schockanruf

Der unbekannte Anrufer gab sich als Polizist aus und behauptete, dass die Tochter der Geschädigten derzeit in Untersuchungshaft sitzt und nur durch Zahlung eines Geldbetrags wieder frei käme.

Am 09.09.2022 ereignete sich in Schönau am Königssee ein sogenannter Schockanruf, bei dem auch eine Geldübergabe stattgefunden hat.

Eine 56-jährige Frau aus der Schönau ist am Freitag, den 09.09.2022 mittags an ihrer Arbeitsstelle von einem vermeintlichen Polizeibeamten aus Bad Reichenhall angerufen worden. Ihr wurde geschildert, dass ihre 18-jährige Tochter bei einem Verkehrsunfall eine Person getötet habe und sich derzeit in Untersuchungshaft befände. Diese Haft könne aber mit Bezahlung einer Kaution im fünfstelligen Bereich abgewendet werden. Durch eine geschickte Gesprächsführung wurde die Frau manipuliert und dazu gebracht, das Geld von der Bank zu holen und anschließend in Bad Reichenhall am Rathaus zu übergeben. Dort nahm eine Frau mit Regenkapuze und Gesichtsmaske das Geld entgegen und stellte eine fingierte Quittung aus, die sie allerdings mit dem Geld wieder mitgenommen hatte. Als die Frau nach über zwei Stunden zu Hause angekommen war, fand sie ihre Tochter wohl auf und musste feststellen, dass sie einem Betrüger aufgesessen war.

Der Täter hat die Frau ständig am Festnetz- bzw. Mobiltelefon gehalten, somit jeden ihrer Schritte verfolgt und verhindert, dass sie Rücksprachen mit der Tochter bzw. der richtigen Polizei halten konnte. Der Mann konnte verschiedene Details aus dem Lebensumfeld der Geschädigten benennen. Er war immer darauf bedacht, dass die Geschädigte niemanden weiteres kontaktiert, da es sich bei dem angeblichen Verkehrsopfer um die Frau einer bekannten politischen Persönlichkeit handeln würde.

Von den Tätern und dem Geld fehlt jede Spur. Ermittlungsansätze sind kaum vorhanden. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, bei ähnlichen Fällen um eine Rückrufnummer zu bitten. Anschließend soll über eine weitere Informationsquelle (Internet oder Telefonbuch) die Telefonnummer der angeblich örtlich zuständigen Polizeidienststelle beschaffen werden und sich dort über den wahren Sachstand zu informieren. Der betroffene Angehörige, der angeblich in Haft gekommen und für den die Kaution erforderlich sei, sollte ebenfalls immer angerufen bzw. versucht werden, diesen schnellstmöglich zu erreichen.

red/Pressemitteilung Polizei Berchtesgaden

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