Zum wiederholten Mal veranstalteten die Caritas Bad Reichenhall, das Landratsamt und die Polizei Berchtesgaden einen Drogenpräventionstag an der CJD Buchenhöhe. Die Veranstaltung, die in drei „Workshops“ aufgeteilt wurde, organisierte Dipl. Sozialpädagoge Martin Bauregger von der CJD Berchtesgaden.
„Im Workshop von Dipl. Sozialpädagogen Marco Balonier von der Caritas Fachambulanz durften die Jugendlichen ihre Fragen rund um das Thema Sucht und Drogen einbringen. „Welche körperlichen und vor allem psychische Auswirkungen haben Alkohol und Drogen insbesondere auf Heranwachsende? Wo lauern Gefahren und Risiken und wie ist damit umzugehen? Diese Fragen gab den Jugendlichen die Möglichkeit auch die eigenen Gewohnheiten zu reflektieren. Oftmals sei es ein schmaler Grat vom Konsum zum Missbrauch, insbesondere dann, wenn die Droge über Probleme hinweghelfen soll. Eine goldene Regel lautet: Nimm niemals Drogen, wenn es dir sowieso schon schlecht geht. Dann sollte man besser auf andere Strategien zurückgreifen. Diese Themen wurden von den Jugendlichen mit großem Engagement bearbeitetet.“
Die Polizei Berchtesgaden, vertreten durch Markus Brandner und Walter Schreyer, thematisierte in ihren Workshop die Fragen rund um den Konsum/Besitz von illegalen Drogen und die strafrechtlichen Konsequenzen.
Erstaunt zeigten sich die Teilnehmer, als der Herstellungsprozess von sog. „Kräutermischungen“ erklärt wurde. Dazu werden Kräuter und Chemikalien in großen Mengen in Betonmischmaschinen vermischt. Diese Herstellungsweise ist aus mehreren Gründen besonders gefährlich für die Konsumenten. Der Wirkstoff wird zum einen sehr ungleich verteilt, was zu unkalkulierbaren Dosierungen führen kann. Außerdem haben die Chemikalien eine wesentlich stärkere Wirkung als „normales“ Cannabis.
Die Legalisierungsdebatte, die den Eindruck vermittelt, dass der Konsum von Cannabis völlig harmlos sei, war auch ein Thema mit dem sich die Jugendlichen beschäftigten.
Außerdem berichteten die Polizeibeamten über die Vorgehensweise bei Polizeikontrollen und erklärten die dafür geltenden gesetzlichen Grundlagen.
Veranschaulicht wurde der Vortrag durch eine mehrseitig beschriftete Würfelpyramide, auf der die involvierten Institutionen und die jeweiligen Konsequenzen dargelegt werden.
Den Jugendlichen und Heranwachsenden wurde durch die Pyramide nochmals verdeutlicht, welche „Last“ zu tragen ist, wenn man im Umgang mit Betäubungsmitteln auffällig geworden ist.
Daniel Bechtel, Leiter des Fachbereiches Straßenverkehrswesen am Landratsamt Berchtesgadener Land, zu dessen Bereich auch die Führerscheinstelle gehört, beleuchtete die Alkohol- und Drogenproblematik im Zusammenhang mit dem Führerschein. Hr. Bechtel ging im Detail auf die rechtlichen Konsequenzen ein, die notwendigen Maßnahmen und die möglichen Folgen bei einem Führerscheinverlust aber auch Führerscheinantrag, wenn jemand mit Alkohol oder Drogen auffällig geworden ist.
Manch ein Teilnehmer war erstaunt, was es für die Menschen ganz persönlich bedeutet und welche vielschichten Aspekte es von denjenigen gilt anzupacken, um am besten nie wieder wegen Alkohol oder Drogen auffällig zu werden. Die vielen Fragen zeigten, dass dieses Thema auf großes Interesse gestoßen ist. Auch so manche irrtümliche Informationen, die u.a. in sozialen Netzen zu lesen sind, konnten berichtigt und klargestellt werden. Durch die lebendigen und fachlich fundierten Ausführungen von Herrn Bechtel wurde deutlich, wie wichtig es ist sich persönlich mit dieser Thematik zu beschäftigen.
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