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Verkehrskontrollen von 5. bis 11. April 2021

Bei Motorradkontrollen in Berchtesgaden und Schönau am Königssee wurden mehrere Verstöße festgestellt. In Bad Reichenhall und Piding wurde die Geschwindigkeit gemessen. Die Schleierfahnder stellten zwei gestohlene BMW an einem Tag sicher. Ein 51-Jähriger überführte einen Bus nach München, obwohl er ein Fahrverbot hatte. Bei der Kontrolle eines Bischofswieseners am Grenzübergang Zill stellte die Bundespolizei einige Straftaten fest. Ein von Holland nach Kroatien reisender 35-Jähriger hatte Drogen im Gepäck.

Berchtesgaden & Schönau am Königssee


Am Ostermontag kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Berchtesgaden zahlreiche Motorrad- und Mopedfahrer. Dabei wurde ein 15-jähriger Schönauer ohne Führerschein erwischt. Er war mit einem Kleinkraftrad auf der Jennberbahnstraße unterwegs und hätte demnach einen Führerschein mit der Klasse AM benötigt. Außerdem fiel den Beamten im Bereich der Waldhauserstraße (BGL1) ein Kleinkraftrad ohne Kennzeichen, sprich ohne Versicherungsschutz, auf. Der Fahrzeugführer, ein 33-jähriger Schönauer, muss ebenso mit einer Strafanzeige rechnen.

Zwei weitere Motorradfahrer wurden in der Fußgängerzone in Berchtesgaden aufgrund eines Verstoßes nach der Straßenverkehrsordnung verwarnt.

Piding & Bad Reichenhall


Geschwindigkeitskontrollen am 5. April

In der Zeit von 10.40 Uhr bis 14.50 Uhr wurde in Piding – B20 in Richtung Freilassing kontrolliert. 987 Fahrzeuge fuhren durch die Kontrollstelle. 6 Lenker wurden verwarnt und 3 angezeigt. Der Schnellste war bei erlaubten 70 km/h mit 103 km/h unterwegs.

In der Zeit von 15.25 Uhr bis 17.00 Uhr wurde in Bad Reichenhall – B 21 in Richtung Lofer kontrolliert. 430 Fahrzeuge fuhren durch die Kontrollstelle. Hier hielten sich alle Lenker an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 60 km/h.

Piding & Anger


Am Dienstag stellten die Schleierfahnder der Grenzpolizei Piding innerhalb weniger Stunden gleich zwei hochpreisige Fahrzeuge auf der A8 fest, welche zuvor als gestohlen gemeldet wurden - beide Pkw wurden sichergestellt (siehe Bilder).


Dienstagmittag wurde ein BMW X6 mit österreichischer Zulassung auf der BAB A8, kurz nach der Einreise ins Bundesgebiet gesichtet und an der Anschlussstelle Anger einer Kontrolle unterzogen. An den Personal- als auch Kfz-Dokumenten des 50-jährigen Fahrers und seiner Ehefrau, welche die eingetragene Halterin des Pkw war, gab es seitens der Polizisten nichts zu beanstanden.

Da es aber in der Natur des Schleierfahnders liegt, sich insbesondere bei SUVs der Oberklasse nicht mit der „Papierlage“ zufrieden zu geben, wurde der Pkw vor Ort genauer überprüft. Den geschulten Augen der Beamten fielen hierbei Unstimmigkeiten bei der Fahrgestellnummer auf und mit Hilfe ihrer Fachkenntnisse gelang es schnell, die tatsächliche „Identität“ des Pkw zu ermitteln. Ein Abgleich dieser mit dem polizeilichen Fahndungsbestand ergab, dass der BMW X6 vor einigen Jahren im Bereich Bochum gestohlen wurde. Anschließend wurde der Pkw offensichtlich „umfrisiert“ und unter neuer Legende an die jetzigen Besitzer verkauft.

Der Pkw wurde in Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft sichergestellt und die Sachbearbeitung an das zuständige Fachkommissariat der Kripo Traunstein übergeben. Für diese gilt es nun zu klären, ob es sich bei den jetzigen Fahrzeugeigentümern um sogenannte „gutgläubige Erwerber“ oder um Tatbeteiligte handelt.



Nur wenige Stunden später geriet erneut ein BMW - dieses Mal in Fahrrichtung Salzburg - ins Visier der Schleierfahnder. Eine Kontrolle des Pkw mit deutscher Zulassung aus dem Landkreis Ostallgäu und dessen 36-jährigen Fahrers erfolgte kurze Zeit später an der Anschlussstelle Piding. Auch hier gab es an den ausgehändigten Dokumenten aus polizeilicher Sicht nichts zu beanstanden. Ein Abgleich der Fahrgestellnummer des nicht mal einem Jahr alten BMW 530i mit dem Schengener Informationssystem hingegen sagte was anderes. Der Pkw war ursprünglich in Polen zugelassen, wo er Ende vergangenen Jahres als gestohlen gemeldet wurde.

Erneut wurde der Pkw sichergestellt und die weitere Sachbearbeitung an das Fachkommissariat der Kriminalpolizei Traunstein übergeben. Zwar wurde hier die „Identität“ nicht wie zuvor bei dem BMW X6 verändert, dennoch gilt es nun durch umfangreiche Ermittlungen festzustellen, wie der Weg ins deutsche Zulassungsverfahren verlief und wer die verantwortlichen Tatbeteiligten waren. Der 36-jährige Fahrzeugeigentümer war verständlicherweise alles andere als begeistert von der Sicherstellung „seines“ BMW, schließlich hatte er diesen erst wenige Tage zuvor von privat erworben und hierfür 38.000€ bezahlt.

Teisendorf


Teisendorf – Am 07.04.2021 gegen 11:00 Uhr wurde eine Streife der Verkehrspolizei Traunstein über einen extrem langsam auf der Autobahn fahrenden Bus in Richtung München informiert. Der Linienbus, der für seine künftige Verwendung im Großraum München gerade dorthin überführt wurde, hatte lediglich ein technisches Problem. Bei der Überprüfung des Fahrers eines zweiten, zugehörigen Busses, der mit dem defekten Bus auf einem Parkplatz am Teisenberg wartete stellte sich heraus, dass gegen den Fahrer seit Anfang März ein rechtskräftiges Fahrverbot über ein Monat in Deutschland besteht. Der 51-jährige Osteuropäer war bereits im September 2020 deutlich zu schnell geblitzt worden, weshalb er seinen Führerschein eigentlich bereits hätte abgeben müssen.

Der Führerschein wurde durch die Beamten vor Ort sichergestellt und die Weiterfahrt untersagt. Den Fahrer erwartet ein Strafverfahren wegen Fahrens trotz Fahrverbots.

Die Firma, welche die Busse überführt, musste neben einem Service-Truck für den defekten Bus nun auch noch einen Ersatzfahrer organisieren.

Marktschellenberg


Am Samstag, den 10.04.2021, gegen 17:00 Uhr, wurde ein 46-jähriger Bischofswieser von Kräften der Bundespolizei Freilassing am Grenzübergang Zill (BGL6) kontrolliert. Der Mann verhielt sich gegen die polizeilichen Maßnahmen unkooperativ. Trotzdem konnte festgestellt werden, dass der Bischofswieser Kennzeichen von einem ordnungsgemäß zugelassen Pkw an seinem nicht angemeldeten Pkw montiert hatte. Die an den Kennzeichenschildern angebrachten Zulassungsplaketten waren gefälscht. Des Weiteren war der Fahrer nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis. Daher wurde seitens der Polizeiinspektion Berchtesgaden mehrere Strafverfahren, unter anderem wegen Kennzeichenmissbrauch, Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet. Den Pkw musste der Bischofswieser an Ort und Stelle abstellen.

Anger


Am Samstagabend, gegen 22:30 Uhr sah sich eine Streife der Schleierfahnder einen VW Caddy mit niederländischer Zulassung an der Autobahnanschlussstelle Anger-Süd etwas genauer an. Da sich der Mann auf der Durchreise von den Niederlanden befand, lag der - nicht ganz unbegründete - Verdacht nahe, dass sich der Mann vor Abfahrt noch mit illegalen Rauschmitteln eingedeckt haben könnte.

So war es dann auch nicht überraschend, als die Fahnder in dem vollgepackten Lieferwagen eine Plastikbox mit Marihuana in Topqualität und ein paar Bröckchen Haschisch auffanden. Trotz der luftdichten Aufbewahrung hatten die erfahrenen Beamten das Versteck unter dem Fahrersitz schnell aufgespürt.

Konfrontiert mit dem illegalen Inhalt, räumte er den Besitz ein. Zudem äußerte der Beschuldigte, dass er mangels Aufträge seinen Job als Bodenleger aufgeben musste und daher gezwungen sei, zurück nach Zentralkroatien zu fahren.

Nach Anzeigenaufnahme und Hinterlegung einer angemessenen Sicherheitsleistung durfte der 35-jährige Kroate dann allerdings doch noch die Weiterreise in seine Heimat antreten.

red/Pressemitteilungen Polizei Bad Reichenhall, Berchtesgaden, GPI Piding, VPI Traunstein
Bilder © GPI Piding
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