Straßenbauplanungen des Staatlichen Bauamts im Raum Bad Reichenhall
In den nächsten Jahren sollen die Brücke über die Saalach neu gebaut, die Autobahnanschlussstelle Schwarzbach hergestellt und Verbesserungen an der Reichenhaller Umgehungsstraße umgesetzt werden.
B 20, Brückenerneuerungen bei Piding
Die Planungen im Zuge der B 20 zur Erneuerung der Saalachbrücke Piding, die seit Anfang 2020 laufen, sollen mit Hochdruck weitergeführt werden. Das Brückenbauwerk ist in einem schlechten baulichen Zustand und muss daher in den nächsten Jahren dringend erneuert werden. Außerdem soll im Zuge der Brückenerneuerung auch der Verkehrsfluss am Knoten Ahornstraße verbessert werden. Um zum einen den hohen Verkehr im Zuge der B 20 während der Bauzeit aufrecht erhalten zu können und zum anderen die Ein- und Ausfädelstreifen des Knotens mit der Ahornstraße verlängern zu können, sieht das bauliche Konzept des Staatlichen Bauamtes Traunstein im Endzustand 4 Fahrstreifen auf der neuen Saalachbrücke vor. Die beiden mittleren, durchgehenden Fahrstreifen wickeln künftig den geradeausfahrenden Bundesstraßenverkehr ab, die beiden äußeren Fahrstreifen dienen als Verlängerung der Ein- und Ausfädelstreifen von der Ahornstraße in Richtung Bad Reichenhall bzw. umgekehrt. Es handelt sich somit um keinen 4-streifigen Ausbau der B 20.
B 21, Anschlussstelle Schwarzbach
Ebenfalls höchste Priorität für den Freistaat Bayern haben die Planungen für den Bau der (provisorischen) Anschlussstelle Schwarzbach an der A 8, wobei der Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall seine Bedenken klar mitgeteilt hat. Die Anschlussstelle Schwarzbach ist notwendig, damit die B 20 auch in Zukunft funktionsfähig bleibt. Ein Teil des Verkehrs, der heute über die B 20 fährt, würde dann über die B 21 fahren. Das würde die B 20 zwischen Piding und dem Gablerknoten um rund 6.000 Kfz/24h entlasten. Um die zusätzlichen Belastungen für die Anwohner an der B 21 zu mildern, soll hier ebenfalls eine Lösung gesucht werden. Derzeit entwickelt die Autobahn GmbH des Bundes ein Konzept für die provisorische Anschlussstelle, das dann vom Staatlichen Bauamt Traunstein in den folgenden Planungsphasen weiterverfolgt werden soll.
B 21, Ortsumfahrung Bad Reichenhall
Auch die Ortsumfahrung Bad Reichenhall mit dem Kirchholz- und Stadtbergtunnel war Thema der Besprechung. Die im vordringlichen Bedarf des Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen enthaltene Ortsumfahrung würde vor allem eine sehr hohe Entlastung der dann alten B 21 vom Schwerverkehr bewirken. Die Gesamtverkehrsbelastung wäre nach dem aktuellen Verkehrsgutachten aber auch nach dem Bau der Ortsumfahrung mit bis zu 19.000 Kfz/24h weiterhin hoch. Der Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall wies daher eindringlich auf die hohe Verkehrsbelastung und den Stadtratsbeschluss zur Ortsumfahrung Bad Reichenhall hin. Die Planungen für die Ortsumfahrung Bad Reichenhall mit Kirchholz- und Stadtbergtunnel gestalten sich allerdings sehr aufwendig und die vorhandenen Pläne wären aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen und aufgrund neuer Richtlinien grundlegend zu überarbeiten. Da das Staatliche Bauamt Traunstein hierfür derzeit keine Kapazitäten hat, und der für das Jahr 2035 prognostizierte Verkehr auch ohne Ortsumfahrung auf der bestehenden B 21 noch verträglich abgewickelt werden kann, sollen die Planungen zunächst auf punktuelle Verbesserungen bei den Knotenpunkten und im Überlagerungsabschnitt B 20/B 21 zwischen dem Gablerknoten und dem Knoten mit der Münchner Allee beschränkt werden.
Das Staatliche Bauamt Traunstein wird die betroffenen Kommunen über die Planungen informieren, sobald ein belastbarer Planungsstand vorliegt.