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Verkehrskontrollen von 16. bis 22. November 2020

In Bad Reichenhall wurde an zwei Tagen das Nachtfahrverbot kontrolliert. Eine Geschwindigkeitskontrolle fand in Schneizlreuth statt. Mit mehreren verbotenen Waffen reiste ein Österreicher ein. Ein Serbe lebte mehrere Jahre lang unter falscher kroatischer Identität. In Bischofswiesen wurde ein stark Betrunkener gestoppt. Wieder unter Drogeneinfluss reiste ein 25-Jähriger ins Bundesgebiet ein.

Bad Reichenhall


Verstöße gegen das Nachtfahrverbot


Bei Verkehrskontrollen von Lkw mit Augenmerk auf das Nachtfahrverbot auf der B 21 konnten durch Beamte der Polizeiinspektion Bad Reichenhall in der Nacht zum Montag mehrere Verstöße festgestellt werden. Die Lkw-Fahrer erhielten eine Bußgeldanzeige.

Verstoß gegen das Nachtfahrverbot


Bei Kontrollen der Polizei Bad Reichenhall wurde in den frühen Morgenstunden des 21.11.2020 ein Verstoß gegen das Nachtfahrverbot für Lkw über 7,5 t auf der B20/21 festgestellt. Gegen den Lkw-Fahrer wurde eine Bußgeldanzeige erstattet.

Schneizlreuth


Am 16.11.2020 wurde in der Zeit von 08.25 Uhr bis 12.50 Uhr in Schneizlreuth – B21 kontrolliert. Bei einem Durchlauf von 827 Fahrzeugen wurden 5 Lenker verwarnt und 4 angezeigt. Der Schnellste war bei erlaubten 100 km/h mit 131 km/h unterwegs,

Anger


Mehrere verbotene Waffen im Gepäck


Beamte der Grenzpolizei Piding kontrollierten am Montagnachmittag auf der A 8 einen Pkw, welcher unmittelbar zuvor über den ehemaligen Grenzübergang Bad Reichenhall ins Bundesgebiet eingereist war.

Der Fahrzeuglenker, ein 46-jähriger Österreicher aus dem Raum Salzburg, wirkte auffallend nervös auf die Fahnder, weshalb der Innenraum des Pkw genauer unter die Lupe genommen wurde. Hierbei wurden gleich zu Beginn in der Ablage der Fahrertüre zwei nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände griffbereit aufgefunden - ein Schlagring und ein als Taschenlampe getarnter Elektroschocker. Dem nicht genug kam im Handschuhfach noch eine unerlaubte Softair-Pistole ohne Kennzeichnung zum Vorschein (siehe Bild). Der 46-Jährige wurde mit zur Polizeidienststelle nach Urwies genommen, wo er wegen eines Vergehens nach dem Waffengesetz zur Anzeige gebracht wurde. Unbewaffnet konnte er nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen seine Weiterreise antreten.

Serbe lebt jahrelang mit falscher Identität in Darmstadt


Ausgestattet mit Konfekt und einem Strauß Rosen, befand sich ein 22-jähriger Serbe auf der Anreise zu seiner „Auserwählten“ nach Salzburg. Er hatte wohl etwas Größeres vor - Pidinger Schleierfahnder zeigten sich jedoch als „Spielverderber“.

Am Samstagvormittag stoppte eine Streifenbesatzung der Grenzpolizei den Alleinfahrer in einem BMW mit deutscher Zulassung an der Behelfsausfahrt Anger in Fahrtrichtung Salzburg. Obwohl die vorgelegten Dokumente, ein gültiger serbischer Reisepass und ein Führerschein aus Bosnien-Herzegowina, grundsätzlich für einen Touristenaufenthalt in Ordnung waren, ergaben die auf den Passseiten eingestempelten Reisebewegungen den Anfangsverdacht auf eine massive Überziehung der erlaubten Aufenthaltsdauer. Zur Abklärung des Sachverhalts - unter Hinzuziehung eines Dolmetschers - musste der gebürtige Bosnier die Fahnder zur Dienststelle nach Urwies begleiten.

Zur Überraschung aller Beteiligter - insbesondere des Beschuldigten - stellte sich heraus, dass der Serbe seit 2017 in Hessen unter falschen Personalien mit einem über das Internet beschafften kroatischen „Personalausweis“ lebte. Als „EU-Bürger“ war dem Serben somit der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt - im Rahmen der Freizügigkeit - eröffnet. Dummerweise wurde er 2019 wegen eines Eigentumsdeliktes erkennungsdienstlich behandelt, sodass der durchgeführte Fingerabdruckschnellabgleich ein „Match“ ergab.

Konfrontiert mit den Fakten, zeigte sich der Überführte geständig. Registereinträge bei der zuständigen hessischen Meldebehörde, diverse Vertragsabschlüsse jeweils unter Vorlage der „gefakten“ kroatischen ID-Karte stehen allerdings noch auf der Prüfliste der Ermittlungsbeamten.

Nach Abschluss aller Ermittlungen bzw. im Falle einer Verurteilung, droht dem Serben eine empfindliche Strafe bis hin zu einer möglichen Wiedereinreisesperre. Nach Abschluss der Anzeigenaufnahme wegen Urkundenfälschung und diverser ausländerrechtlichen Verstöße sowie der Hinterlegung einer angemessenen Sicherheitsleistung, wurde er unmittelbar zum Verlassen des Bundesgebietes aufgefordert. Die weiteren erforderlichen länderübergreifenden Ermittlungen führt die Ermittlungsgruppe der Grenzpolizeiinspektion Piding. Sein geplantes Date im benachbarten Österreich musste er notgedrungen auf Eis legen.

Bischofswiesen


Am 19.11.2020, gegen 19:35 Uhr, fiel einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Berchtesgaden ein Pkw auf der auf der B 20 in Richtung Bischofswiesen unterwegs war und der immer wieder in die Gegenspur geriet. Die Streifenbesatzung verfolgte den Pkw mit eingeschalteten Blaulicht. Die eingeschalteten Anhaltesignale wurden vorerst vom Fahrer ignoriert. Nach mehreren hundert Metern konnte der Fahrer gestoppt werden. Bei der Kontrolle des 30-jährigen Berchtesgadeners wurde starker Alkoholgeruch und mehrere weitere alkoholtypische Ausfallerscheinungen festgestellt. Daraufhin wurde ein freiwilliger Alkoholtest durchgeführt. Dieser ergab ein Alkoholwert von 2 Promille. Daraufhin wurde eine Blutentnahme angeordnet und die Fahrerlaubnis wurde sichergestellt.

Piding


Zum zweiten Mal innerhalb von rund zwei Jahren erwischten bayerische Polizeibeamte einen 25-jährigen Österreicher, der mit Drogen im Blut über den Grenzübergang Bad Reichenhall-Autobahn ins Bundesgebiet einreiste. Aufgrund des zurückliegenden Verstoßes stand er noch mit einem zu zahlenden vierstelligen Betrag auf der Fahndungsliste. Zudem war es ihm untersagt ein Kfz zu führen. Nach Abwendung des Haftbefehls, Hinterlegung seines Führerscheins und erneuter Anzeigenaufnahme durfte der gelernte Kraftfahrer die Heimreise - allerdings als Beifahrer - antreten.

Am späten Freitagnachmittag fiel einer Streifenbesetzung der Grenzpolizeiinspektion Piding ein älterer Fiat Ulysse mit Tiroler Kennzeichen, auf Höhe der Autobahnanschlussstelle Piding-Nord, auf. Bei der anschließenden Kontrolle des ziemlich heruntergekommenen Transportfahrzeugs konnten keine relevanten Feststellungen gemacht werden. Dies änderte sich allerdings bei der näheren Überprüfung des Fahrers. Der junge Mann, der gerade eine Ausbildung bzw. Umschulung als Pferdewirt absolviert, stand wegen eines waffenrechtlichen Verstoßes, sowie einer Drogenfahrt aus dem Jahr 2018 mit einer hohen Geldforderung der Staatsanwaltschaft Traunstein im Fahndungscomputer. Ferner hätte er seinen österreichischen Führerschein - aufgrund eines gleichzeitig verhängten einmonatigen Fahrverbots - bei der Justiz „abgeben“ müssen. Nachdem weder die offene „Rechnung“ bezahlt, noch das Fahrverbot angetreten wurde, durfte der gebürtige Innsbrucker auf dem Rücksitz der Pidinger Schleierfahnder Platz nehmen.

Auf der Dienststelle erklärte sich seine mitreisende Lebenspartnerin - trotz der späten Stunde - sofort bereit, den geforderten Geldbetrag in Österreich zu organisieren und so ihrem Mann die drohende Haft von 20 Tagen zu ersparen. Somit war das erste dringende „Problem“ für den Tiroler erledigt. Die zweite Sache stellte sich dann doch etwas komplizierter dar, da es mit der Beschlagnahme seines frisch ausgestellten österreichischen Führerscheins nicht getan war. Durch das Ignorieren des Fahrverbots, handelte er sich zudem eine Anzeige wegen Fahrens ohne „Fahrerlaubnis“ ein. Aufgrund seiner persönlichen polizeilichen Vorgeschichte, der auffallend geröteten Augen und seiner Nervosität, führten die Beamten beim Fahrer einen freiwilligen Drogenschnelltest durch. Erwartungsgemäß verlief dieser positiv. Die Folge: Wie vor zwei Jahren erneute Blutentnahme im Krankenhaus Bad Reichenhall und anschließende Anzeige wegen des Fahrens unter Drogeneinfluss.

Als Fazit bleibt, dass sich der junge Mann durch seinen häufigen Cannabiskonsum - wie er selbst einräumte - zum wiederholten Mal massive Schwierigkeiten mit Polizei und Justiz einhandelte. Im aktuellen Fall ergeht nach toxikologischer Auswertung seiner Blutprobe bzw. Vorliegen des Gutachtens erneut Anzeige an die Staatsanwaltschaft Traunstein. Als quasi Wiederholungstäter wird es jetzt wohl richtig teuer. Darüber hinaus dürfte ihm ein weiteres Fahrverbot sicher sein.

Nach einem längeren Aufenthalt bei den Fahndern, musste er für die anschließende Heimfahrt das Lenkrad an seine Lebensgefährtin übergeben.

red/Pressemitteilungen Polizei Bad Reichenhall, Bischofswiesen, GPI Piding
Bild © GPI Piding
verkehrskontrolle kw47 00

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