Fünf Talkesselgemeinden und Stadt Freilassing profitieren vom neuen Städtebauförderprogramm "Wachstum und nachhaltige Erneuerung"
Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ steht für Revitalisierung von Brachflächen zu lebenswerten Quartieren. In Oberbayern erhalten 85 Gemeinden rund 10,5 Millionen Euro.
Dank der Städtebauförderungsmittel kann dieses Jahr beispielsweise die über 450 Jahre alte ehemalige Waldbauernschule in Scheyern erhalten und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Das identitätsstiftende Baudenkmal soll zukünftig das neue Bürgerhaus der Gemeinde beheimaten. Im historischen Ortskern wird mit dem geplanten, benachbarten Rathausneubau und großzügigen Dorfplatzflächen die neue Ortsmitte Scheyerns entstehen. Die Stadt Schrobenhausen plant, den Lenbachplatz, das Herz der Altstadt, aufzuwerten und barrierefrei umzugestalten. Durch die Reduzierung des Fahrverkehrs wird den zahlreichen gastronomischen Betrieben, Ladengeschäften sowie nicht zuletzt den Fußgängern und Fußgängerinnen mehr Raum gegeben. Mit der Realisierung dieser Baumaßnahme findet das bedeutende wie ambitionierte Projekt, die Innenstadt in ein attraktives und lebendiges Zentrum zu verwandeln, seinen Abschluss.
Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützt bayernweit 242 Gemeinden. Bund und Freistaat investieren rund 68 Millionen Euro in die Kommunen. Zusammen mit den Investitionen der Gemeinden ergibt sich ein Gesamtvolumen von rund 100,1 Millionen Euro. Wesentliche Förderschwerpunkte sind 2020 die bauliche Anpassung der städtischen Infrastruktur, die Wiedernutzung von Industrie-, Gewerbe- oder Militärbrachen, die Verbesserung des öffentlichen Raums und die Erhaltung von Gebäuden mit baukultureller Bedeutung. Mit dem neuen Programm steht ein Förderinstrument zur Verfügung, mit dem gezielt Impulse für neue Entwicklungen gesetzt werden können.
Zum Programmjahr 2020 haben Bund und Länder die Städtebauförderungsprogramme auf drei Programme reduziert: „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Ein wichtiger Beitrag zur Entbürokratisierung und Flexibilisierung. Bundesinnenminister Seehofer: „Wir verschlanken unsere Förderstruktur. Damit erleichtern wir den Städten und Kommunen die Umsetzung ihrer Vorhaben. Zudem wird der Klimaschutz zur Fördervoraussetzung. Städtebauförderung ohne Klimaschutz wird es künftig nicht mehr geben.“ Neben der energetischen Gebäudesanierung ist hierbei die Verbesserung der von innerörtlichen naturnahen Flächen ein wesentlicher Baustein. Attraktive Grün- und Freiflächen steigern nicht nur die Lebens- und Wohnqualität in den Städten und Gemeinden, sondern sorgen auch für ein besseres Stadtklima. Freiflächen mit vielfältigen Spiel- und Freizeiteinrichtungen fördern zudem die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger.
Fördermaßnahmen in Landkreis Berchtesgadener Land
Berchtesgaden, Interkommunale Kooperation „Fünf Talkesselgemeinden“, 30.000 Euro
Bischofswiesen, Interkommunale Kooperation „Fünf Talkesselgemeinden“, 60.000 Euro
Freilassing, Bahnhofsumfeld, 30.000 Euro
Marktschellenberg, Interkommunale Kooperation „Fünf Talkesselgemeinden“, 30.000 Euro
Ramsau b.Berchtesgaden, Interkommunale Kooperation „Fünf Talkesselgemeinden“, 30.000 Euro
Schönau a.Königssee, Interkommunale Kooperation „Fünf Talkesselgemeinden“, 30.000 Euro
Eine Übersicht über die Programmkommunen und weitere Informationen zur Städtebauförderung sind im Internet verfügbar unter https://www.stmb.bayern.de/buw/staedtebaufoerderung/foerderprogramme/index.php.