Ein zweites Nebelfass war noch intakt und konnte vom Kampfmittelräumdienst abtransportiert werden.
Am gestrigen Abend konnte vom Kampfmittelräumdienst aus Nürnberg ein Nebelfass erfolgreich entleert werden. In der Nähe der Rossfeldstraße wurde dieses defensive Kampfmittel bereits am Samstag von Passanten entdeckt, die Straße von der Mautstation an der Klaushöhe bis zum Ahornkaser entsprechend gesperrt und ein Sicherheitsradius von mehreren hundert Metern an der Fundstelle eingerichtet. Eine Wohnbebauung war glücklicherweise nicht betroffen. Der Fundort wurde überwacht und von der Polizei sowie Einsatzkräften bestreift.
Dieses Nebelfass aus dem Zweiten Weltkrieg war ursprünglich dafür vorgesehen, mit künstlichem Nebel mögliche Angriffsziele zu schützen. Da die Ummantelung des Metallfasses Roststellen aufwies, entwich aus dem Fass etwas Nebel. Dieser austretende Nebel kann bei einem Einatmen gesundheitsgefährdend sein. Aus diesem Grund sah die Entschärfung eine kontrollierte Sprengung des Fasses vor, die letztlich die vollständige Entleerung des Fasses innerhalb weniger Minuten bewirkte und keine größere Nebelwirkung auslöste.
Über die anstehende Sprengung wurden die Anwohner der Klaushöhe und der Buchenhöhe vorab informiert sowie aus Sicherheitsgründen aufgefordert, nicht ins Freie zu treten sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Bei den vorbereitenden Maßnahmen wurde ein zweites Nebelfass ganz in der Nähe des ersten Fundes entdeckt. Dieses Nebelfass weist allerdings eine intakte Ummantelung auf, so dass der Kampfmittelräumdienst das Fass für eine fachgerechte Entsorgung abtransportieren kann.
Die beteiligten Sicherheitskräfte von der Polizeiinspektion Berchtesgaden, von der Feuerwehr Berchtesgaden, vom BRK Kreisverband BGL, der Kreisbrandinspektion sowie vom Landratsamt Berchtesgadener Land konnten gegen 19:30 Uhr den Einsatz beenden. Nach Abschluss aller Arbeiten wird die Rossfeldstraße wieder für den Verkehr freigegeben.
Einsatzkräfte der ehrenamtlichen BRK-Bereitschaft Berchtesgaden und der Einsatzleiter Rettungsdienst haben am Dienstagabend mit ihrem Notfallkrankenwagen gemeinsam mit Feuerwehr und Polizei eine Kampfmittelräumung am Roßfeld abgesichert: Die Spezialisten des Räumdienstes mussten ein so genanntes Nebelsäurefass aus dem Zweiten Weltkrieg sprengen.
Ein Jäger hatte am Wochenende ein Fass gefunden und gemeldet; bei der Nachschau wurde ein weiteres Fass entdeckt. Die Fässer wurden im Dritten Reich zur Einnebelung bei Angriffen auf die so genannte Alpenfestung am Obersalzberg verwendet. Die Behörden forderten die betroffene Bevölkerung in der Buchenhöhe, in der Klaushöhe und am Obersalzberg vorab auf, Fenster und Türen ihrer Häuser geschlossen zu lassen. Bei der Räumung entstand eine größere Wolke, verletzt wurde aber niemand.
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