untersberger.info - Logo

Heimische BRK-Bereitschaften bilden 14 neue Fernmelder bei Fachlehrgang aus

14 Teilnehmer des BRK-Fachdienstes „Information und Kommunikation“ aus ganz Bayern absolvieren Fachlehrgang im Ausbildungszentrum des Roten kreuzes in Ainring-Mitterfelden.

Strippen ziehen, Feldtelefone bauen und Meldereiter losschicken. Der Fachdienst „Information und Kommunikation“ der BRK-Bereitschaften ist im Einsatzfall bei größeren Schadenslagen für das taktische Vorgehen und die weitere Einsatzplanung nicht wegzudenken. Und wer jetzt denkt, die genannten historischen Schlagworte wären längst überholt, der irrt gewaltig. Kabelgebundene Feldtelefone sind nach wie vor noch im Einsatz, da sie robust und wenig störanfällig sind; nur der Meldereiter ist mittlerweile auf ein moderneres Motorrad umgestiegen. Um den ehrenamtlichen Helfern die Möglichkeiten der modernen, drahtlosen mobilen Kommunikations- und Informationssysteme sowie altbewährter Technik beizubringen, fand kürzlich wieder ein Fachlehrgang am BRK-Ausbildungszentrum in Ainring statt.

14 Einsatzkräfte des BRK-Fachdienstes „Information und Kommunikation“ (IuK) aus ganz Bayern nahmen daran teil. An zwei Wochenenden übten die Teilnehmer mit den Ausbildern Dr. Rüttger Clasen (Funkexperte aus dem Berchtesgadener Land) und Heinrich Schnell (Fachdienstleiter IuK Berchtesgadener Land) in Theorie und Praxis.

Lehrinhalte waren unter anderem die Aufgabenstellung im Fachdienst IuK und der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG-SanEL), gesetzliche Grundlagen, Betriebssicherheit, Aufbau und Planung von Telefonanlagen, Mobilfunknetze, Grundlagen der Netzwerk- und Servertechnik sowie der Aufbau eines Netzwerkes, WLAN-Richtfunk, Datenschutz und Datensicherheit, Zugangsmöglichkeiten zum Internet (Mobilfunk, Satelliten, Hausanschluss), Antennen, Aufbau und Betrieb von Telekommunikationseinrichtungen, Erstellen von Kommunikationsskizzen und Lagedarstellungen sowie Aufbau und Betrieb von Relaisfunkstellen im Analog- und Digitalfunk.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat bundesweit auch Vorkehrungen getroffen, wenn großräumig Infrastruktur oder einfach nur länger der Strom ausfällt. Dafür gibt es unter anderem so genannte Notfunk- oder Katastrophenfunk-Systeme. Die Ausbilder demonstrierten deshalb beim Lehrgang die DRK HFNet Station (HF = High Frequency) mit dem Funkrufnamen DEK31 am Mitterfeldener BRK-Haus mit ihrer 25 Meter langen Kurzwellenantenne. DRK HFNet ist ein eigenes geschlossenes Kurzwellensystem des DRK, wobei eine der insgesamt drei bayerischen Stationen in Mitterfelden betrieben und von Dr. Clasen betreut wird. Auch Funkamateure unterstützen bei großflächigen Infrastrukturausfällen Hilfsorganisationen und andere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) oder leiten empfangene Notrufe an sie weiter.

Am letzten Lehrgangssamstag lud die heimische IuK-Fachdienstleitung aus dem Berchtesgadener Land alle Teilnehmer zum traditionellen Fachlehrgangs-Grillen am BRK-Haus Ainring ein. Hier tauschten sich die Fernmelder bis in den Abend hinein aus und vertieften die überregionalen Kontakte untereinander. Mit Hilfe der Einsatzleitwagen (ELW2) aus dem Berchtesgadener Land und Miesbach sowie der Fernmeldeausrüstung aus dem Berchtesgadener Land konnte die Gruppe am letzten Lehrgangstag praktisch üben und eine so genannte Wagenburg aufbauen, die bei mehrtägigen Großschadenslagen wie Waldbränden oder Hochwasser eingerichtet wird. Jeder ELW2 und die spezifischen Besonderheiten konnten ausgiebig begutachtet werden, und es fand ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Teilnehmern statt. Ausbilder und Funkspezialist Dr. Rüttger Clasen überreichte allen abschließend ihre Fachlehrgangszertifikate.

red/Pressemitteilung BRK BGL
Bilder © BRK BGL
brk fernmeldelehrgang 01 brk fernmeldelehrgang 02 brk fernmeldelehrgang 03

0 Kommentare

Noch keine Kommentare.
Kommentar schreiben
maximal 1000 Zeichen
Erweiterte Suche
Terminkalender
September 2019
MoDiMiDoFrSaSo
2627282930311
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30123456
Bglwiki