Leichtes Erdbeben am Fuße des Dötzenkopfs lässt den Reichenhaller Talkessel erzittern
Ein ungewöhnliches Erdbeben durchzog am späten Sonntagabend vom Lattengebirge aus die Gemeinden Bayerisch Gmain und Bad Reichenhall. Dies ist insofern bemerkenswert, da sonst immer der Hochstaufen der Quell von Beben ist.
Zu einem leichten Erdbeben kam es am gestrigen Sonntag, 23. August 2026, in den späten Abendstunden. Um 22:23 Uhr Ortszeit durchfuhr ein Beben der Stärke 1,7 auf der Richterskala den ganzen Talkessel bis ins Gemeindegebiet von Anger. Das Epizentrum lag nach Aufzeichnungen des Erdbebendienstes Bayern der Ludwig-Maximilians-Universität im Gemeindegebiet von Bayerisch Gmain, etwa im Bereich des unteren Nordhangs des Dötzenkopfs in einer Tiefe von 4 Kilometern. Etwa zwei Stunden später kam es zu zwei kleineren Nachbeben mit Magnituden von 0,2 und 0,3 im Bereich Schillerallee und Gmoa-Arena. Weiters gab es noch mehrere winzige Nachbeben, die sich über das gesamte Gemeindegebiet verstreuten.
Aufgrund der geringen Stärke von 1,7 ist nicht mit Gebäude- und Personenschäden zu rechnen. Die meisten Einwohner von Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain dürften das Beben wegen der fortgeschrittenen Stunde nicht mal bemerkt haben.
Aufgrund der geringen Stärke von 1,7 ist nicht mit Gebäude- und Personenschäden zu rechnen. Die meisten Einwohner von Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain dürften das Beben wegen der fortgeschrittenen Stunde nicht mal bemerkt haben.
Lattengebirge statt Hochstaufen
Das Lattengebirge besteht überwiegend aus sehr festen Gesteinen und ist daher normalerweise kein Quell von Erdbeben. Üblicherweise gehen Erdbeben immer vom Hochstaufen aus, der besonders nach Starkregenfällen, wie sie in der letzten Zeit häufiger vorkamen, aktiv ist. Deswegen haben auch mehrere Seiten fälschlicherweise vom Hochstaufen als Epizentrum berichtet.
Was das ungewöhnliche Beben in dem Gebirge verursacht hat, ist derzeit nicht bekannt.
red